ISDE Portugal - Six Days of Enduro

ISDE 2019 Portugal -die letzten Tage-

Der vierte Fahrtag beginnt mit Regen. Manuel Rüger konnte seinen Platz behaupten und startet kurz nach 8:30 Uhr. Es heißt trotzdem früh aufstehen, sind es doch von der Unterkunft bis zum Fahrerlager etwa 25 Minuten Fahrt und Manuel muss noch getapt werden. Lunchpakete machen uns den Einstieg leichter, Kaffee gibt's beim deutschen Team. Heute sind wieder etwa 260 km mit sieben Prüfungen zu fahren, knapp acht Stunden ist die Zeitvorgabe. Für die Vintage Fahrer gibt's eine verkürzte Runde, ganz schwierige Passagen sind für sie rausgenommen. Schon die erste Prüfung in den Bergen hat's in sich, Regen macht es nicht einfacher. Besonders die Vintage Fahrer kämpfen und so mancher scheitert am 3 m hohen und schlammigen Zielhang. Im Tagesverlauf reißen die Wolken auf und die Sonne kommt wieder hervor. Manuel Rüger kommt ohne Strafzeiten durch und bestätigt seine Leistung unter den ursprünglich mehr als 90 Fahren seiner Klasse, dank des Tape hält auch der Oberschenkel. Am Abend dann große Verwirrungen bei der Vintage. Der Fahrtag soll zunächst gar nicht gewertet werden, da einge Zeitkontrollen aus der falschen Richtung angefahren oder bei der ersten Prüfung zur Bewältigung des Hanges den statt anstatt die Ziel das Ziel durchfahren haben. Es sind hier doch einige dabei, die der Schwere nicht gewachsen sind.

Später am Abend heißt es dann, dass alle, die drei Prüfungen gefahren sind, gewertet werden und am nächsten Tag starten können. Zuvor sollte dann auch noch die Beschleunigungs Prüfung nachgeholt werden, eigentlich Bestandteil nach der technischen Abnahme. Doch die wird nach wenigen Fahren abgebrochen. Den Grund erfahren wir am nächsten Tag: ein italienischer Vintage Fahrer ist nach einem Herzinfarkt verstorben. Der letzte Fahrtag sollte dann wieder leichter werden. Sonne und mäßiger Wind begleiten die Fahrer auf ihren zwei Runden mit 280 km, Vintage fährt eine Runde mit etwa 120 km Distanz. Manuel Rüger ist platt! Aber alle anderen mehr oder weniger auch, und so kommt

er auch am 5 Tag ins Ziel ohne Blessuren und Zeitstrafen. Die Platzierungen sind nun quasi vergeben. Nur bei einem Ausfall auf dem Abschlusstest am sechsten Tag, einer Art Supermoto mit überwiegendem Geländeanteil, kann es noch Verschiebungen geben. Der Test findet übrigens auf der in unmittelbarer Nähe liegenden Kart Rennstrecke statt, sodass keine Strecke mehr zu bewältigen ist. Manuel Rüger schließt die Sixdays auf einem 22. Platz in der Klasse C3 ab. Mit einem Rückstand von 30 Minuten auf den Sieger dürfte es bei dessen Gesamtzeit von 4 Stunden und 17 Minuten noch für eine Silbermedaille reichen. Hut ab, Klasse Leistung. Auch bei den Vintage-Fahren brennt nichts mehr an. Johannes Steinell wird hinter Giovanni Sala zweiter seiner Klasse, Andreas Mosert in der gleichen Gruppe fünfter. Peter Zink schließt in der Evo 86 Klasse als 14. ab, hatte er doch am Vortag nach technischen Problemen noch fünf Strafminuten kassiert. Das Team Germany wird in der Veteranen Trophy mit Steinel, Bossdorf und Weber Vize-Meister hinter Italien. Steinel gewinnt eine weitere Silbermedaille in der Vintage Trophy zusammen mit Jens Österreich und nochmals Uwe Weber. Die Ehrungen fanden auf der Kart-Strecke statt, außer den zu Ehrenden, wenigen Fahrern und Betreuern waren aber sonst keine Zuschauer auszumachen. Auch gab es keine race Party zum Abschluss , die machten Amerikaner , Australier und Franzosen selbst. Schade! Im nächsten Jahr finden die SixDays in Italien statt.

 

18.11.2019 - Bilder und Text: Wolfgang Herber

ISDE 2019 Portugal -die ersten Tage-

Am ersten Tag der 94. SixDays war vom Wetter alles geboten. Von Regen und Sturm in den Bergen bis zu Sonnenschein in Richtung Meer, die Strecke selbst war relativ einfach zu fahren. Manuel Rüger vom ADAC Pfalz schlug sich bei seiner ersten Teiknahme tapfer. Mike Kunzelmann als Mitglied der Junior Trophy Mannschaft dagegen hatte Pech. Schon nach der ersten Runde musste er die Maschine mit Elektrik Problemen abstellen und fällt somit für das Junior Trophy Team für die nächsten Tage aus. Durch seine gute Leistung am ersten Tag konnte sich Manuel Rüger in seiner Startzeit weiter nach vorne schieben und am Tag 2 fast eine Stunde früher über die Startrampe gehen. Schlecht für uns: wir bekommen kein Frühstück, da wir schon kurz nach 7 Uhr los müssen, um pünktlich die Rennstrecke zu erreichen. Am zweiten Tag schien das Wetter wie ausgewechselt. Strahlender Sonnenschein, dazu Wind, was die Sicht auf den staubigen Pisten für die Fahrer nicht zu sehr einschränkte. Manuel Rüger konnte am zweiten Tag seinen Platz halten und startete am Mittwoch mit der gleichen Zeit um 8:33 Uhr.

Der dritte Tag begann regnerisch aber es sollte um 8 Uhr dreißig aufhören. Die Sicht in den Bergen war so schlecht,dass die erste Prüfung ein echte Herausfoderung für die Fahrerinnen und Fahrer darstellte. Mit der Sonne war wieder alles gut, trotzdem hatte es auch die weiteren Kilometer in sich. Manuel Rüger: "Da war heute Hard Enduro. So eine schwere Strecke bin ich noch nie gefahren. Man kann so etwas bei uns auch nicht trainieren." Die zweite Prüfung lief für ihn nicht ganz so gut, hatte er sich doch auf der Etappe am Oberschenkel verletzt und konnte nur mit einer Schmerztablette weiterfahren Ein Sturz in der zweiten Prüfung tat ein Übriges dazu. Dann kam auch noch eine hammer Auffahrt, an der viele scheiterten. Manuel Rüger fuhr die anspruchsvolle Steigung bis ganz oben hinauf, als wäre es nichts. Toll gemacht. Viele andere mussten mehrere Anläufe nehmen oder den leichteren Weg versuchen, der sich in der Mitte des Hanges befand. Sehr viele Fahrer standen an, so dass ich die Rennleitung gezwungen sah, für die Club Teams nach einer Runde abzubrechen. Vermutlich wären viele erst bei Dunkelheit ins Ziel gekommen.. Alles lief jedoch auch etwas chaotisch. FIM race Direktor Heiner Schmitt: "So etwas chaotisches habe ich in meinen 45 Jahren nicht erlebt. Nur Neuseeland war noch schlimmer." Dass die Organisation etwas überfordert schien, zeigt sich auch bei der Vintage. Die Beschleunigungsprüfung, die die Startreihenfolge für den morgigen Tag festlegen sollte, wurde kurzerhand abgesagt. Bis jetzt weiß noch keiner, wann er morgen früh dran ist und auf die Strecke muss. Wir sind alle gespannt wie sich die Fahrer des ADAC Pfalz Johannes Steinel, Andreas Mosert und Peter Zink in diesem Starterfeld schlagen.

 

18.11.2019 - Bilder und Text: Wolfgang Herber

SixDays offiziell eröffnet

Mit dem Einzug der Nationen fand am frühen Abend des Samstag die offizielle Eröffnung der 94. SixDays statt. 30 Nationen mit ihren Fahrerinnen, Fahrern und auch den Betreuern zogen etwa einen Kilometer entlang des Hafens bis zur Eröffnungsbühne. Die tolle Stimmung unter den Teams, darunter auch solche Exoten wir Guatemala mit einem Fahrer oder auch Israel, war nur durch die wenigen Zuschauer etwas getrübt. Vor der Vorstellung der Nationen auf der Bühne wurde Wolfgang Butzner vom Metzler Reifenteam auch für ihn überraschend auf der Bühne für sein Engagement besonders gewürdigt, sind doch die 94. SixDays die 50. Teilnahme für den 78jährigen!! Während die deutschen Vintage Fahrer am Sonntag die Motorräder vorbereiten und erste Sonderprüfungen besichtigen, erholen sich die Teams vor dem Start am Montag. Manuel Rüger vom ADAC Pfalz: "Ich bin am Freitag mit Mike Kunzelmann mehr als 30 Kilometer Prüfung gelaufen, da muss ein Tag Pause schon mal sein". Zwei Runden mit insgesamt 279 Kilometern und 7 Sonderprüfungen mit einer Fahrtzeit von 7 1/2 Stunden stehen Morgen auf dem Programm.

 

Das Live-Timing kann unter https://www.fim-isde-live.info/verfolgt werden.

 

Die Startnummern der pfälzischen Lizenznehmer:

106 KUNZELMANN, Mike (Junior Trophy)

432 RÜGER, Manuel (DMSB 7 ADAC Pfalz)

788 STEINEL, Johannes (Vintage-Nationalteam)

784 MOSERT, Andreas (Vintage)

793 ZINK, Peter (Vintage)

 

11.11.2019 - Bilder und Text: Wolfgang Herber

ISDE/Sixdays

In wenigen Tagen ist es soweit, dann starten die 94. Sixdays of Enduro in Portimao an der Algarve. Vom 11. – 16. November werden insgesamt 516 Fahrerinnen und Fahrer in den Nationalmannschaften und den Clubteams an den Start gehen, 123 Teilnehmer zählt die Vintage-Klasse. Stark vertreten ist auch das deutsche Team: 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Sixdays und 17 Fahrer bei den Vintage zeugen von dem regen Interesse, einmal bei einem solchen Event mitzumachen. Die meisten Fahrer sind an der Algarve schon eingetroffen, gilt es doch, die vielen unterschiedlichen Sonderprüfungen abzulaufen, um gut vorbereitet in den Wettbewerb zu starten. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier vor dem Rathaus in Portimao am Samstagabend mit dem Einzug der Nationen haben die Teilnehmer am Sonntag noch Zeit, die letzten Vorbereitungen zu treffen, bevor ab Montag der Kampf um die Sekunden los geht. Die Vintage-Teilnehmer starten ab Donnerstag, will man den älteren Motorrädern und Fahrern nicht gar zu viel zumuten.

 

Das Live-Timing kann unter https://www.fim-isde-live.info/ verfolgt werden.

 

Die Startnummern der pfälzischen Lizenznehmer:

106 KUNZELMANN, Mike (Junior Trophy)

432 RÜGER, Manuel (DMSB 7 ADAC Pfalz)

788 STEINEL, Johannes (Vintage-Nationalteam)

784 MOSERT, Andreas (Vintage)

793 ZINK, Peter (Vintage)

 

6.11.2019 - Bilder und Text: Wolfgang Herber

Letzte Aktualisierung: 10.12.2019

 

- Fahrerbericht: Jannik Mahl 

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