Marco Armbrunst - Berichte 2021


Deutsche Trial Meisterschaft in Neunkirchen (Siegerland)

Zwei harte Wettkampftage! Anders kann man nicht beschreiben, was ich in der Deutschen Meisterschaft vorfand, als ich beim MSC Freier Grund gastierte. Am 2. und 3. Oktober fanden die beiden letzten Läufe zur Deutschen Trial Meisterschaft statt. Diese standen ganz im Zeichen von „höher und weiter“. In nahezu jeder der 9 Sektionen, die an beiden Tagen je 3-mal zu durchfahren waren, gilt es über meterhohe Stufen und Kanten zu fahren, die höher und schwerer waren als die, die ich in den Wettbewerben zuvor zu bewältigen hatte. Künstlich und alle mit dem gleichen Charakter, denn leider konnten die Außensektionen kurzfristig nicht genutzt werden. So musste kurzerhand der gesamte Wettbewerb auf dem Gelände der Firma PWS-Offroad stattfinden. Ist der Platz begrenzt, bedeutet das für das Layout: Indoorstyle! Zum Start lagen dann erst einmal Sektionen vor mir, bei denen das besagte Motto zutraf. Und damit hatte ich zu kämpfen. So wie es hoch ging, ging es dann oft auch wieder runter. Aber ich biss die Zähne zusammen und sagte mir: Da musst du durch! So kämpfte ich mich durch die Sektionen. Nicht immer schön anzusehen, aber wichtig für den Kopf und meine Moral. Nach Runde 1

wurde es besser. Ich kam in den Sektionen weiter voran, was aber leider nicht direkt in den Ergebnissen ersichtlich wurde. So ging der erste Tag mit gemischten Gefühlen zu Ende. Am zweiten Tag startete ich ähnlich wie an Tag eins, konnte mich aber innerhalb der Sektionen immer weiter voran arbeiten. Erst in Runde 3 sah man den Fortschritt, den ich mir über die beiden Tage erarbeiten musste, auch auf der Punktekarte. Hier und da kam ich dann häufiger durch die Sektionen und es wurde auch ansehnlich, wie ich hindurch kam. An dieser Stelle muss ich mich auch bei meinem Minder Max Becker bedanken, der einen echt guten Job gemacht hat! Mit ein wenig Abstand betrachtet ist diese Saison für mich meine bisher größte Herausforderung gewesen. Dies war so auch zu erwarten und deshalb bin ich froh, wie ich das Jahr durchgestanden habe. In knapp zwei Wochen findet auch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft ein Ende und es geht fast nahtlos in die Wintervorbereitung über. Daher möchte ich mich recht herzlich beim ADAC Pfalz für die Unterstützung bedanken, die ich dieses Jahr erfahren habe. Das Gleiche gilt auch für meine anderen Sponsoren Kivo und Hippel-Racing und zu guter Letzt auch für meinen Vater, der wie immer dabei war und mich unterstütze, wo es nur ging.

 

14.10.2021 - Text: Marco Armbrust / Foto: Max Steinbach


Deutsche Trial Meisterschaft in Brake (Bielefeld)

Die Saison nimmt so richtig Fahrt auf. Am 24.7. stand bereits der 3. Lauf zur Deutschen Trial Meisterschaft auf dem Plan und dieser ist etwas Besonderes. Er wird exklusiv für die Klasse 1 und die Damenspur der DM veranstaltet und hat damit einen außergewöhnlichen Charakter. Gefahren wird zudem inmitten des Stadtteils Brake in Bielefeld auf einem Hof im Industriegebiet und der näheren Umgebung. 10 Sektionen galt es drei Mal zu durchfahren. Ich war ein wenig nervöser als noch eine Woche zuvor, was auch ein wenig zu dem nicht optimalen Start in Runde eins beigetragen hat. Zwar hatte ich des Öfteren gute Aktionen gezeigt, konnte mich aber nicht immer dafür belohnen. Meine Leistung wurde aber kontinuierlich über den Tag besser und so kann ich für meine persönliche Entwicklung sagen, dass ich mich auf einem guten Weg befinde. So fand ich mich insgesamt schon besser zurecht als beim Saisonauftakt.

 

04.08.2021 - Text: Marco Armbrust / Foto: Uwe Armbrust


Deutsche Trial Meisterschaft in Lebach

Endlich ging es auch in der Deutschen Trial Meisterschaft wieder los. Lange musste ich darauf warten aber am 17. und 18.7.21 war es soweit. Die Saison startete und ich fuhr meinen ersten Wettbewerb auf nationaler Ebene in der Klasse 1, in die ich 2020 aufgestiegen bin. Und das fast vor der eigenen Haustür, in Lebach, einem Gelände, welches mir sehr bekannt ist. Am ersten Tag startete ich voller Vorfreude in den Lauf. Die anspruchsvollen Sektionen würden eine besondere Herausforderung für mich darstellen, dem war ich mir bewusst. Gefahren wurden 10 Sektionen und 3 Runden. Ich startete mäßig in den ersten Sektionen und musste mich auf dem neuen Niveau erst einmal zurechtfinden. In Runde 2 wollte ich dann einiges besser machen, musste aber auch hier wieder die ein oder andere 5 hinnehmen, die vermeidbar gewesen wäre. Erst in der letzten Runde funktionierte es besser und ich konnte den Wettkampftag zumindest mit meiner besten Runde des Tages abschließen. Sonntags fand auch gleich der 2. Lauf zur TDM statt. Die Sektionen waren am Tag 2 noch einmal etwas schwerer als samstags. Ich startete ein wenig besser als am Vortag und wollte darauf aufbauen, jedoch war das Glück nicht auf meiner Seite. Neben dem Kampf mit den Sektionen kam es bei mir auch immer wieder zu technischen Problemen, weswegen ich nicht so recht in meinen Rhythmus fand. Jedoch konnte ich mich über alle drei Runden konstant verbessern, was eine Steigerung zu Tag eins bedeutet. So verbuche ich meine ersten beiden Läufe in der Klasse 1 als Erfahrung, die ich direkt mitnehmen möchte. Denn bereits am 24.7. steht der nächste Wettbewerb an.

 

04.08.2021 - Text: Marco Armbrust / Foto: Max Reeb


Steckbrief und Ziele 2021

Im Alter von 7 Jahren begann ich mit dem Trialsport. Mit einer 50er Beta Automatik ging es hin und wieder nach Kerzenheim, meinem Heimatverein, für den ich auch heute noch immer an den Start gehe. Über die Jahre stieg ich sowohl in den Größen der Motorräder als auch in den Klassen immer weiter auf. Mein Vater ist dabei immer an meiner Seite und unterstützt mich als Mechaniker, Trainer und Minder. Zuletzt fuhr ich bei der Deutschen Meisterschaft Klasse 2. 2021 werde ich nun erstmals im Alter von 25 Jahren in Klasse 1 an den Start gehen. Eine Klasse, die ich schon seit meinen Anfängen beobachtet habe und als Ziel hatte. „Da will ich einmal hin“ habe ich mir immer gedacht. Im letzten Jahr trainierte ich hart um konkurrenzfähig zu sein und freue mich sehr darauf, wenn es endlich losgeht: Mit einem Leibchen der Klasse eins, am Start mit den deutschen Top-Fahrern und den höchsten Hindernissen, die bei den Wettbewerben gesteckt sind. Eine neue Herausforderung. Obwohl im vergangenen Jahr keine Wettbewerbe stattfanden, starte ich zuversichtlich in die neue Saison. Mein Ziel für Klasse 1: Dabei sein, sich etablieren und jede Menge Erfahrung sammeln. Der Spaß steht dabei an erster Stelle.

 

08.04.2021 - Text und Foto: Marco Armbrust