Timo Bernhard - Berichte 2019

Timo Bernhard: Der deutsche Motorsport braucht die ADAC GT4 Germany

  • Das KÜS Team75 Bernhard startet in der neuen ADAC GT4 Germany
  • Einsatz läuft parallel zum Engagement im ADAC GT Masters
    München.

Timo Bernhard gehört zu den erfolgreichsten deutschen Rennfahrern. Neben seinen Einsätzen als Porsche-Werksfahrer betreibt der 38-jährige Sportwagen-Weltmeister auch ein eigenes Rennteam. Dieses tritt in der Debütsaison der ADAC GT4 Germany mit einem Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport an. Im Interview erklärt Bernhard die Hintergründe des Engagements. Der Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany findet vom 26. bis 28. April im Rahmen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben statt.


Als Fahrer sind Sie amtierender Sportwagen-Weltmeister. Darüber hinaus besitzen Sie einen eigenen Rennstall. Warum steigen Sie mit dem Team in die neuen ADAC GT4 Germany ein?


Timo Bernhard: „Zum einen finde ich die GT4-Meisterschaft als Plattform unterhalb des ADAC GT Masters sehr interessant - vor allem für junge Fahrer aber auch für Fahrer, die Motorsport als Hobby ausüben. Und zum anderen macht es für uns als Team Sinn, die Synergien, die sich mit unserem Einsatz im ADAC GT Masters am selben Rennwochenende ergeben, zu nutzen.“


Die GT4-Kategorie hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Wie bewerten Sie die Klasse im Allgemeinen?


„International habe ich die Serie nicht ganz verfolgt. Aber ich finde es gut, dass sie jetzt auf nationaler Ebene beim ADAC GT Masters mit dabei ist. Für die Fans ist es toll, denn ihnen wird mit dem ADAC GT Masters als Top-Serie, der ADAC GT4 Germany, der ADAC TCR Germany, dem Porsche Carrera Cup und der ADAC Formel 4 richtig viel geboten werden. Ich hoffe aber sehr, dass man bei den Kosten für die Fahrzeuge darauf achtet, dass es nicht ausartet, sondern für die Teams und Kunden auch noch erschwinglich bleibt. GT4 ist ein reiner Kundensport und das sollte es auch bleiben.“


Ihr Team tritt weiterhin im ADAC GT Masters mit zwei neuen Porsche 911 GT3 R an. Welche Synergieeffekte versprechen Sie sich am Rennwochenende durch die Teilnahme an beiden Serien?


„Die Synergieeffekte sind für uns ganz klar. Wir sind für das ADAC GT Masters schon vor Ort und können somit alle bis auf ein Rennen in Doppelfunktion mit dem ADAC GT Masters und der ADAC GT4 Germany abdecken. Zusätzlich haben wir dadurch ein sehr gutes Umfeld für unsere GT4-Fahrer geschaffen, die sich mit den GT-Masters-Fahrern austauschen können. Wir sehen uns als ein Team. Aus diesem Grund macht es besonders Sinn, beide Serien mitzunehmen.“


Im ADAC GT Masters haben Sie als Pilot und Teambesitzer eine Doppelrolle. Welche Aufgaben übernehmen Sie beim Einsatz in der ADAC GT4 Germany? Werden wir Sie dort ebenfalls am Kommandostand sehen?


„Bei dem GT4-Einsatz werde ich als Teambesitzer und Berater vor Ort sein. Am Kommandostand werde ich natürlich interessehalber dabei sein und 'meinem' Fahrzeug die Daumen drücken, das übrigens im gleichen Design wie die GT-Masters-Fahrzeuge fährt. Wir haben die Rollen klar verteilt und die GT4-Mannschaft hat beim Rennen ihre eigene Crew, die von der GT3-Crew natürlich unterstützt wird.“
MEDIA INFORMATION

 

Was erwarten Sie sich sportlich von der ersten Saison der ADAC GT4 Germany?


„Wir erwarten uns einen ganz engen, harten aber vor allem fairen Sport. Man darf nicht vergessen: Es ist kein Profisport, sondern ein reiner Kundensport. Deshalb sollte es eben bei den Kosten und beim Aufwand nicht ausarten, sondern immer noch eine bezahlbare Plattform bleiben. Für mich ist die ADAC GT4 Germany eine wichtige Serie für Amateure und Fahrer, die das als Hobby machen und den Motorsport aus Leidenschaft betreiben sowie für junge aufstrebende Talente, die in den Top-GT Sport wollen.“


2019 startet Ihr KÜS Team75 Bernhard mit einem Fahrzeug in der ADAC GT4 Germany.

 

Planen Sie, dieses Programm in den Folgejahren noch auszubauen bzw. von welchen Faktoren hängt dies ab? „Ich sehe die neue Serie als Unterbau für das ADAC GT Masters und deshalb passt sie bei uns wunderbar als Zwischenstufe ins Portfolio rein. Wir sehen es als langfristiges Programm zusammen mit dem ADAC GT Masters, weil es sich sehr gut ergänzt. Bei uns kann man im Kartsport in unserem neu gegründeten Junior Team75 anfangen und über GT4 in die GT3 bis hin zum internationalen GT-Sport mit den 24 Stunden aufsteigen. Wir haben schon sehr viel Interesse von Kartfahrern, die mit einem Auge schon auf die GT4-Klasse schauen. Wir planen unser Engagement deshalb nicht nur für 2019, sondern die GT4 soll bei uns ein fester Bestandteil werden. Wir starten 2019 erst einmal mit einem Auto und zukünftig möchten wir 2020/2021 gerne mit einem zweiten Fahrzeug starten, wenn es realisierbar ist. Die GT4-Plattform muss bezahlbar bleiben und muss gleichermaßen für Amateure als auch für junge Fahrer leistbar und attraktiv bleiben. Das anfängliche Interesse, welches man bislang vernommen hat, war schon sehr positiv. Und das finde ich wichtig, weil wir diese Serie im deutschen Motorsport

brauchen.“

 

21.03.2019 - Text und Foto: ADAC Motorsportpresse

Mazda Team Joest kämpft sich in Sebring ins Ziel

Obwohl das Mazda Team Joest während des Rennens in Sebring große Rückschläge hinnehmen musste, fuhr das Team die drittschnellste Rennrunde, und kam auf dem sechsten und elften Platz ins Ziel.

 

Das Rennen am Samstag wurde aufgrund heftigen Regens unter gelb gestartet und als es dann nach knapp 40 Minuten unter grün los ging, schob sich Tristan Nunez, der den #77 Mazda RT24-P auf Platz zwei qualifizierte, mit einem starken Manöver an die Spitze.

 

Die Führung kam jedoch zu einem Stillstand als das Auto aufgrund eines elektrischen Problems auf der Strecke stehenblieb. Nach mehrstündiger Reparatur ging es wieder zurück auf die Strecke und der #77 Mazda kam schließlich auf Platz elf ins Ziel. “Es war ein hartes Rennen für uns alle,“ fasst Timo zusammen. “Unser Mazda RT24-P war schnell - wir hatten heute eine Rakete und hätten um den Sieg mitkämpfen können. Schade dass wir das Probleme hatten, aber die Jungs haben zurückgekämpft und starken Kampfgeist gezeigt.“

 

18.03.2019 - Text: Timo Bernhard Motorsportpresse / Foto: Ignite Media

Mazda in Führung beim 24-Stunden Rennen in Daytona bevor beide Autos das Rennen beenden müssen

Das Wochenende in Daytona begann vielversprechend. Olly Jarvis, der sich das Cockpit des Mazda RT24-P mit der Nummer 77 mit Timo, Tristan Nunez und Rene Rast teilte, sicherte dem Team nicht nur die Poleposition für das Rennen sondern brach auch den 26-Jahre alten Streckenrekord.

 

Nach einem gelungenen Start führte der Mazda RT24-P #77 in den ersten 6 Stunden des Rennens mit Jarvis, Nunez und Rast bevor Timo das Steuer übernahm. Kurz nach der 6-Stunden Marke kam jedoch dann die Enttäuschung und Timo musste an zweiter Stelle liegend leider mit einem technischen Problem aufgeben.

 

„Das Mazda Team Joest hat sehr viel Erfahrung und hat das ganze Wochenende über toll gearbeitet,“ sagte Timo. „Wir waren konkurrenzfähig und hatten eine gute Chance um den Sieg mitzufahren. Wir haben dieses Wochenende eine sehr gute Leistung gezeigt und ich bin zuversichtlich dass wir diese Saison Siege einfahren können.“

 

Das Schwesterauto mit der Nummer 55 verlor 3 Runden nach einem Reparaturstopp in der Box, konnten aber wieder aufholen, mussten jedoch nach 14 Stunden ebenfalls das Auto abstellen.

 

Timo’s nächster Einsatz mit dem Mazda Team Joest ist beim 12-Stunden Rennen von Sebring vom 13.-16. März 2019.

 

28.01.2019 - Text: ADAC Motorpresse / Foto: Ignite Media

Team75 Bernhard mit Juniorteam: Vom ADAC Kart Masters bis zum ADAC GT Masters

  • Team von Timo Bernhard 2019 im ADAC Kart Masters, ADAC GT4 Germany und ADAC GT Masters vertreten
  • Starkes Engagement von ADAC Stiftung Sport-Stiftungsrat Timo Bernhard in der Nachwuchsförderung München.

 

Das KÜS Team75 Bernhard startet Saison 2019 mit zwei brandneuen Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters und gibt auch in der Nachwuchsförderung Vollgas. Das neue Junior Team75 geht in diesem Jahr im ADAC Kart Masters an den Start und erweitert die Aktivitäten des Team75 auf den Kartsport. Darüber hinaus plant das Team um den amtierenden Sportwagenweltmeister Timo Bernhard, der sich auch als neuer Stiftungsrat der ADAC Stiftung Sport um die Förderung des Motorsport-Nachwuchs in Deutschland kümmert, ein Engagement in der neuen ADAC GT4 Germany mit dem in der vergangenen Woche vorgestellten neuen Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport.

 

Im ADAC Kart Masters ist das Junior Team75 in einer Kooperation mit dem Lanari Racing Team vertreten, als erster Fahrer steht Daniel Gregor (13, Leinsweiler) fest. Neben dem ADAC Kart Masters sind auch Einsätze in der Kart-Europameisterschaft und der Deutschen Jugend-Kartmeisterschaft geplant. Als Coach für Gregor agiert Hannes Janker, aktueller Champion der World Series Karting.

 

Timo Bernhard, der seine Karriere selbst einst im Kartsport begann und sich auch als Schirmherr für den Förderkader des ADAC Pfalz engagiert, sieht die Expansion in den Kartsport als logischen Unterbau seiner mittlerweile breit aufgestellten Aktivitäten. „ass die Team75-Farben nun auch im Kartsport vertreten sein werden, finde ich klasse. Ich habe mit meinem Vater zusammen eine starke Verbindung zum Kartsport, der als klassischer Unterbau für den professionellen Motorsport eine wichtige Rolle spielt. Das Team Lanari und unser erster Fahrer Daniel Gregor sind eine stabile Konstellation für das erste Jahr des ,Junior Team75'. Und ich denke, dass das Paket auch für weitere Fahrer interessant sein wird."

 

Daniel Gregor: „ie Nachricht, dass ich in diesem Jahr für das Junior Team75 an den Start gehen darf, war das beste Weihnachtsgeschenk, das ich mir vorstellen kann. Hinter diesem Team steht so unglaublich viel Erfolg und Motorsportkompetenz, die Zusammenarbeit mit Timo Bernhard, Klaus Graf und Rüdiger Bernhard motiviert mich ganz besonders.

 

09.01.2019 - Text: ADAC Motorsport / Foto: Team75 Motorsport

Timo geht mit dem Mazda Team Joest bei der IMSA WeatherTech Sportscar Championship 2019 an den Start

Neben seinem Hauptprogramm mit Porsche wird Timo 4 Langstreckenrennen für das Mazda Team Joest im Michelin Endurance Cup bestreiten.

 

Das erste Rennen findet bereits in wenigen Wochen statt: bei den 24-Stundenvon Daytona vom 24.-27. Jänner 2019 wird Timo das erste Mal im Mazda an den Start gehen.

 

Danach folgen die 12-Stunden von Sebring vom 13.-16. März, die 6-Stunden Watkins Glen vom 27.-30. Juni und die 12-Stunden von Petit Le Mans von 9.-12. October.

 

Timo wird sich das Cockpit des Mazda RT24-P mit der Nummer 77 mit den beiden Stammpiloten Tristan Nunez (USA) und Oliver Jarvis (GRB) teilen und beim 24-Stunden Rennen von Daytona und den 12-Stunden von Sebring kommt Rene Rast dazu.

 

“Ich freue mich dass ich neben meinem Programm mit Porsche für das Mazda Team Joest bei einigen Rennen an den Start gehen kann,” sagte Timo.

 

“Ich habe tolle Erinnerungen an das Team Joest denn in 2010 haben wir gemeinsam die 24-Stunden von Le Mans gewonnen. John Doonan von Mazda kenne ich schon seit fast 10 Jahren als ich in der ALMS Rennen gefahren bin und ich habe immer schon die Leidenschaft gesehen, die Mazda für Motorsport hat. Der Mazda RT24-P hat sich im Laufe der vergangenen Saison sehr verbessert und am Ende waren sie sogar vorne mit dabei. Ich freue mich darauf das Auto mit so tollen Teamkollegen wie Olly und Rene, die ich beide gut kenne, sowie Tristan zu teilen.“

 

03.01.2019 - Text und Fotos: Timo Bernhard Motorsportpresse

Letzte Aktualisierung: 21.10.2019

 

- Zwischenstand Retro-Rallye-Serie

- Fahrerbericht: Marco Armbrust