Marvin Fritz - Berichte 2021


Vierte Pole Position in Folge für Marvin Fritz  

Marvin Fritz und sein Team YART Yamaha sicherten sich am vergangenen Wochenende beim 12 Stunden Rennen zur Motorrad Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) in Estoril/Portugal überragend die vierte Pole Position in Folge und weitere Punkte in Richtung Weltmeisterschaft. Mit positiven Erinnerungen war der Badener Marvin Fritz nach Portugal angereist. Auf der 4,360 km langen Rennstrecke vor den Toren Lissabons wurde Fritz in der letzten Saison mit seinen Teamkollegen Karel Hanika und Niccolo Canepa EWC Vizeweltmeister. Auch dieses Jahr waren die Weichen auf Erfolg gestellt. Anfänglich kämpfte Marvin Fritz im freien Training am Dienstag mit dem Wind. Fritz:“ Den ganzen Tag über hatten wir immer wiederkehrende und aus unterschiedlichen Richtungen kommende Windböen um 40km/h. Das war nicht ganz ungefährlich, dennoch blieben wir alle im Sattel, konnten wertvolle Erfahrungswerte mit der neuen Elektronik sammeln.“ Im ersten Qualifying am Donnerstag holten die beiden Teamkollegen Fritz und Hanika die vorläufige Pole Position. Am Freitag, im zweiten Qualifying dominierten Fritz und sein Teamkollege mit einer Zeit unter 1.38 min. Damit war die endgültige Pole Position und fünf weitere Punkte auf dem Konto gesichert. Für den Start am Rennsamstag wählte Teamchef Mandy Kainz den 28jährigen Fritz als Startfahrer aus. Fritz:“ Eine super Gelegenheit mich dem Publikum und den Sponsoren zu präsentieren. Die Startphase ist besonders attraktiv, das Fahrerfeld ist sehr eng beisammen, es gibt spannende Überholmanöver.“ Nach einem holprigen Start kam Fritz als Siebter in die erste Runde, machte aber in gewohnter Manier schnell einige Plätze gut und reihte sich auf Position Drei hinter Suzuki Favorit Gregg Black /Team Yoshimura Sert Motul ein. Fritz:“ Wir haben uns regelrecht duelliert, ich hatte einen hohen Kurvenspeed und auf der Geraden nahm mir Black wieder einige Meter ab.“ Einige Runden später schnappte sich Fritz den Suzuki Piloten und im weiteren Verlauf den führenden Xavi Fores/ BMW Motorrad World Endurance Team.

Das YART Trio konnte auch bis zur Halbzeit des Rennens und trotz Probleme mit den Reifen die Führungsposition erfolgreich halten. Fritz:“ Bei 60 Grad Asphalttemperatur mussten wir Reifen schonend fahren, aber unter keinen Umständen Platz Eins verlieren. Eine richtige Herausforderung die höchste Konzentration und eine perfekte Strategie erforderte.“ Glück im Unglück hatte der Teamkollege von Marvin Fritz, Niccolo Canepa. Der Italiener übernahm die Yamaha und stürzte. Canepa blieb weitgehend unverletzt, aber der obere Podiumsplatz war damit passe. Auch die schnelle Instandsetzung der Yamaha durch die eingespielte YART Technik Crew, konnten den zeitaufwendigen Rücktransport des Bikes in die Boxengasse nicht wettmachen. In der letzten Phase des 12 Stunden Rennen nahm Karel Hanika auf Position 22 wieder das Rennen auf und übergab auf Rang 17 die Yamaha für das Finale an Marvin Fritz. Fritz preschte nach vorne, machte weitere fünf Plätze gut und lag kurz vor Rennende auf Rang 11. In der letzten Runde schnappte sich Fritz noch den 10. Platz. Fritz:“ Nach dem Ausrutscher von Canepa war ich voll motiviert, wollte nicht kampflos aufgeben und habe im letzten Stint meine besten Zeiten des Rennens gefahren.“ In der Gesamtwertung liegt Marvin Fritz und YART Yamaha auf Rang Sieben, 55 Punkte hinter dem Weltmeisterschaftsführenden. Fritz: „Die Weltmeisterschaft in den nächsten zwei, noch verbleibenden Rennen zu gewinnen, wird schwierig. Fahrerisch haben wir alles gegeben. Wir benötigen jetzt eine große Portion Glück.“ 

 

22.07.2021 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse, YART


Vizeweltmeister Marvin Fritz wieder schnellster Mann

Wie schon im letzten Jahr holte sich Marvin Fritz beim Abschlusstraining zum 24 h Rennen der Motorrad Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) im französischen Le Mans die Pole Position. Der Traum vom Siegerpodest platzte allerdings für den Badener nach der Hälfte der Renndistanz Dank einem Motorschaden. Bedingt durch die weltweite Pandemie kam es zu einer verlängerten Rennpause und Verschiebungen im EWC Terminkalender. Am vergangenen Wochenende fand erstmals in diesem Jahr mit rund zwei Monaten Verspätung das Auftaktrennen der Saison in Frankreich statt. Marvin Fritz und seine YART Teamkollegen Niccolo Canepa/ITA und Karel Hanika/CZE dominierten im Qualifying und sicherten sich wieder die Pole Position. Fritz:“ Obwohl wir zu den offiziellen EWC Testläufen vor einigen Wochen in Le Mans im Gegensatz zu den anderen Teams nicht anwesend waren, verlief das Training sehr gut. Wir dachten es wird aufgrund des Trainingsrückstandes schwierig werden. Doch durch die perfekte und intensive Arbeit zwischen Team und Piloten schafften wir sogar als einziges Team eine Zeit mit 1:35 min und damit die schnellste Runde und fünf Punkte für unser Weltmeisterschaftskonto.“ Teamkollege Karel Hanika übernahm zu Beginn des 24h Rennen am vergangenen Samstagmittag die Yamaha und schob sich an die zweite Rennposition, hinter den EWC Weltmeister 2020, Gregg Black (Yoshimura Sert Motul Suzuki). Im zweiten Stint übernahm Marvin Fritz die Yamaha und das Duell um Platz Eins war im vollen Gange. Fritz:“ Die ersten Stunden waren richtig heftig, die Hitze und die hohen Asphalttemperaturen waren ungewohnt. Dies mussten wir bei unserer Strategie berücksichtigen, durften am Anfang nicht zu stark zu pushen. Normalerweise fahren wir hier in Le Mans zwei Monate früher, das bedeutet für Mensch, Material und Reifen einen Temperaturunterschied von bis zu 20 Grad Celsius.“ Dennoch kämpfte das YART Team mit Marvin Fritz bis zum Einbruch der Nacht vorne mit. Fritz:“ In der Nacht waren wir das schnellste Team, Alles lief sehr konstant.“ Nach einem routinemäßigen Boxenstopp, bei welchem die Bremsen getauscht wurden, reihte sich Fritz wieder am Ende des Fahrerfeldes ein. Doch der Badener hatte nach rund 20 Runden über 10 Sekunden gutgemacht und den Zeitverlust an die Spitze wieder aufgeholt. Knapp vor der Halbzeit des Rennens, Fritz fuhr gerade seinen vierten Stint, vernahm der noch amtierenden Vizeweltmeister einen lauten Knall mit plötzlichem Schubverlust an seiner YART Yamaha. Fritz:“ Ich befand mich auf der Geraden bei Vollgas, dann gab es einen lauten Knall. Irgendwie schaffte ich es zurück in die Box.“ Die Technik Crew des YART Teams zerlegte und reparierte in Rekordzeit den Motor der R 1, jedoch ein weiterer Einsatz war infolge des Schadens nicht mehr machbar. Fritz:“ Das Reglement der EWC erlaubt keinen Motoraustausch, damit war für uns das Rennen und der Podestplatz gelaufen. Ärgerlich, weil wir viel Zeit und Geld in die Vorbereitung auf diesen Saisonstart investiert hatten.“ Marvin Fritz und Teaminhaber Mandy Kainz zogen gemeinsam Resümee. Fritz:“ Wir waren die ganze Rennwoche ohne Sturz sehr schnell unterwegs, holten uns die Pole Position und haben mit dem Führungskampf gezeigt, dass wir Weltmeister Suzuki knacken können.“ Für die Pole und die Teilergebnisse während des Rennens erhält das YART Team insgesamt 14 Punkte und rangiert nach dem ersten Rennen der Saison auf Platz 10 in der Weltmeisterschaft. Für den 28jährigen Fritz ist die Weltmeisterschaft noch offen. Fritz:“ Der Titelkampf wird nicht einfach werden, aber aufgrund der unterschiedlichen Punkteprämien bei den noch ausstehenden drei Rennen ist viel machbar.“ Marvin Fritz grinst, wenn er an das nächste Rennen im Kalender Mitte Juli in Estoril/Portugal denkt. Fritz:“ Da haben wir letzten Jahr gesiegt.“

 

16.06.2021 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse, YART


WordSBK Wildcard Einsatz von Marvin Fritz für Most geplant

Nach der Absage des 8h-Rennens in Oschersleben besteht der Kalender der Endurance-WM nur noch aus vier Rennen. Weil ein Profirennfahrer damit unterfordert ist, plant YART einen Wildcard-Einsatz für Marvin Fritz. Weil sämtliche Bemühungen, einen Ersatztermin für das Acht-Stunden-Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben gescheitert sind, musste die deutsche Runde zur Endurance-Weltmeisterschaft abgesagt werden. Damit gibt es mit Le Mans, Estoril, Le Castellet und Suzuka aus heutiger Sicht nur noch vier Veranstaltungen für die diesjährige WM-Serie. Für einen Profirennfahrer, der sich ausschließlich der Langstrecken-WM verschrieben hat, stellt dies eine klare Unterforderung dar. Deswegen hat die Mannschaft YART für Marvin Fritz einen Wildcard-Einsatz in der Superbike-Weltmeisterschaft ins Auge gefasst. "Ursprünglich dachten wir an Estoril, weil dort Marvin im Vorjahr beim Langstreckenrennen extrem schnell war. Terminlich ist das aber zu nahe am 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Bei einer Verletzung, die man nie ausschließen kann, schließlich fährt er ja nicht nur, um dabei zu sein, hätte ich dann keinen gleichwertigen Ersatz für ihn. Deswegen haben wir diesen Plan wieder verworfen", erklärt sein Teamchef Mandy Kainz. "Die Veranstaltung in Most passt besser in unsere Planung. Marvin hat dort bereits des Öfteren Rennen bestritten, es ist quasi ein halbes Heimrennen für ihn. Die gute Streckenkenntnis könnte ihm in die Karten spielen. Auch für seine Sponsoren dürfte es interessant sein, weil das Autodrom Most unweit der deutsch-tschechischen Grenze liegt und Anfang August vielleicht wieder Zuseher zugelassen sind." Aber auch ein Einsatz bei der WM-Runde am letzten September-Wochenende in Jerez ist noch nicht gänzlich vom Tisch. "Zu diesem Zeitpunkt lägen Le Mans, Estoril und Le Castellet bereits hinter uns. Das wäre aus teaminterner Sicht natürlich am besten." Bei einem abschließenden Test für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans, bei dem neben dem YART-Fahrertrio Marvin Fritz, Karel Hanika und Niccolò Canepa auch die komplette Techniker-Crew vor Ort sein wird, erhält der deutsche Superbike-Champion 2016 auch die Gelegenheit, sich mit der Yamaha im Superbike-WM-Trimm anzufreunden. "Von Montag bis Mittwoch nächster Woche haben wir die Rennstrecke in Brünn exklusiv gemietet. Als offizieller Yamaha-Testfahrer kann Niccolò Marvin beim Abstimmen der Maschine sicherlich wertvolle Tipps geben, schließlich hat er als offizieller Yamaha-Testfahrer das Motorrad mitentwickelt."

 

04.05.2021 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse, YART


Vizeweltmeister Marvin Fritz fährt nach Winterpause Bestzeit

Genau fünf Monate nach dem Gewinn der Vizewelt-meisterschaft absolvierte Langstreckenpilot Marvin Fritz vergangene Woche die ersten Testtage auf spanischem Boden. Mit verschärften Corona Auflagen war das YART Trio Marvin Fritz, Niccolo Canepa und Karel Hanika für das erste Roll Out nach Almeria/ESP gereist. Marvin Fritz hatte nach zwei Testtagen keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und lieferte spontan die schnellste Zeit von 1.36.108 min in Andalusien ab. Marvin Fritz:“ Wir haben sehr viele Kilometer abgespult, jede zweite Runde ein Boxenstopp eingelegt um die optimale Einstellung für Fahrwerk, Reifen und Elektronik zu finden“. Für den zweiten Testabschnitt reiste das YART Team weiter in das rund 450 Kilometer entferne Valencia. Auf der 4,005 km langen Grand Prix Rennstrecke standen für Marvin Fritz und Co. nicht nur drei weitere Testtage mit Abstimmung der neuen Elektronik auf dem Programm, sondern auch ein Kräftemessen mit Ex Moto 3 Weltmeister Maverick Vinales und den Moto GP Piloten Marcel Schrötter, Jonas Folger, Jack Miller und Scott Redding. Während Marvin Fritz am Tag Eins in der Box seinem Ärger über den staubigen Streckenzustand Luft machte, hob es Teamkollege Niccolo Canepa/ITA mit einer Schlüsselbeinfraktur aus dem Sattel. Am darauffolgenden Tag hatten auch Marvin Fritz und Karel Hannika/CZE, beide am gleichen Streckenabschnitt, Bodenkontakt. Glücklicherweise blieben die Schützlinge von Teamchef Mandy Kainz bis auf ein paar Kratzer unverletzt. Fritz:“ Nach Niccolos Ausfall waren Ich und Karel dauerhaft auf der Rennstrecke am Fahren, da wir ja mit zwei Bikes angereist waren. Die Rennstrecke in Valencia hat von Vierzehn neun Linkskurven, ist insgesamt sehr anspruchsvoll. Das war Alles echt heftig“. Doch der Dauereinsatz, der für Marvin Fritz mit teilweise blaue und angeschwollenen Handinnenflächen endete, hatte sich in zweierlei Hinsicht gelohnt:“ Wir konnten die neue Elektronik umfangreich testen. Mit den optimalen Werten sollten wir zukünftig im Renneinsatz Sprit sparen, bei längeren Distanzen vielleicht auch um einen

Boxenstopp verkürzen. Zudem fuhren wir vor Vinales, Schrötter und Co die schnellste Rundenzeit, nur eine Sekunde entfernt von der letztjährigen Bestzeit des MotoGP Ass Valentino Rossi“. Zeit zum Ausruhen bleibt für den Badener Fritz keine. Anfang März steht der schon der erste Test der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) in Le Mans /FR auf dem Programm.

 

25.02.2021 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse, YART