Marvin Fritz - Berichte 2019

Sieg und Rundenrekord für Marvin Fritz

Marvin Fritz siegte souverän am 10./11.05.2019, beim dritten Rennen der Saison 2019 zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) auf dem Slovakiaring und schaffte einen neuen Rundenrekord.

 

Der Slovakiaring war YART Yamaha Pilot Marvin Fritz und seinen Teamkollegen Niccolo Canepa und Broc Parkes nicht nur seit dem Sieg 2018 in positiver Erinnerung. Vor einigen Wochen schrieb Fritz, der jüngste Fahrer in der YART Yamaha Truppe, bei den offiziellen Testfahrten auf dem Slovakiaring auch noch Geschichte. Der 26jährige toppte mit einer Zeit von 2:03:118 min den Rundenrekord von 2018, den der mehrfache Superbike WM Sieger Max Neukirchner bis dato innehielt.

 

Doch leider musste das Trio dann Anfang letzter Woche bei den ersten freien Traingsläufen unfreiwillig mit dem Asphalt Bekanntschaft machen. Fritz:“ Die Witterungsbedingungen waren sehr kalt, das Streckenlayout ist geprägt von vielen Geraden und Rechtskurven, eine einzige Linkskurve wurde über fünfzig Fahrern zum Verhängnis. Ich und Teamkollege Broc Parkes stürzten und trugen starke Prellungen der Oberarme davon. Die Reifen konnten durch die schnelle Abkühlung der linken Auflagefläche die Wärme nicht speichern und verloren so an Grip“, erkläre Fritz den Massensturz.

 

Beim Qualifying am Donnerstag setzte noch Dauerregen ein, doch Regenprofi Fritz dominierte trotz starker Schmerzen in den Armen und holte mit seinem Team die Pole Position und damit fünf Punkte für das Team in der Gesamtwertung.

 

Beim Start zum 8 Stunden Rennen am Samstag reihte sich Teamkollege Niccolo Canepa hinter den ehemaligen MotoGP Piloten Randy de Puniet und Mike di Meglio an dritter Position ein. Fritz löste Canepa nach einer Stunde ab und konnte sich auf Position Zwei absetzen. Der nächste Stint absolvierte der dritte Fahrer im Team, Broc Parkes, dem aber die Folgen des Sturzes noch zu schaffen machten. Fritz:“ Teamchef Mandy Kainz entschied in Absprache mit dem Team, dass Broc Parkes nicht mehr fahren sollte. Das bedeutete für mich und Niccolo Canepa jeweils 4 Stints und weniger Pausen insgesamt.“ Mit nur noch zwei Piloten im Rennen und ständig einsetzenden Regenschauern schienen die Chancen auf einen Podiumsplatz zu schwinden.

 

Fritz.“ Ein Pokerspiel, ich bin auf Slicks (profillose Reifen) rausgefahren, es waren sehr schwierige Bedingungen, Teilstücke der Strecke waren bereits abgetrocknet, andere wiederum noch richtig nass. Es war höchste Konzentration gefragt.“ Doch das Rennen sollte noch spannender werden. Teamkollege Canepa missachtete das Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse und kassierte eine Zeitstrafe.

Marvin Fritz übernahm die Yamaha, fuhr kurz in die Box um die Zeitstrafe von dreißig Sekunden abzusitzen und stürmte anschließend auf Position zwei vor. Eine Stunde vor Rennende nahm der Regen wieder zu, doch Marvin Fritz übernahm wie entfesselt die Führung. In der drittletzten Runde hatte der 26jährige seinen Vorsprung auf das Verfolgerfeld um eine ganze Runde ausgebaut.

 

Fritz:“ Anspannung, Leistungsdruck und Konzentration waren zu diesem Zeitpunkt enorm hoch, ich durfte ja kein Risiko eingehen. Im Regen reicht ein kleiner Fehler aus und man rutscht von der Strecke.“ Wie ein Uhrwerk spulte Fritz die letzten Meter bis zum finalen Zieleinlauf ab.

 

Fritz:“ Nicht nur ich habe mich sehr über diesen sensationellen Sieg gefreut. Teamchef Kainz war nicht mehr zu bremsen und umarmte und drückte mich noch auf dem Siegerpodest. Die ganze Rennwoche war einfach überwältigend.“

 

Das Team von Marvin Fritz hat sich jetzt in der Gesamtwertung von Rang sieben auf Rang vier mit 87 Punkten nach vorne geschoben. Fritz blickt optimistisch auf die nächsten Rennen:“ Unter diesen Bedingungen einen Sieg einzufahren, zeigt zu welchen Höchstleistungen das Team fähig sein kann. Danke an die komplette Crew vor und hinter den Kulissen. Jetzt kommt die Weltmeisterschaft wieder in greifbare Nähe.“

 

Am 08.-09. Juni findet das nächste Rennen der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) in Oschersleben statt.

 

13.05.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Fotos: Fritz Presse

Technikproblem sorgt für vorzeitiges Rennende von Marvin Fritz

Das Auftaktrennen 2019 zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) am vergangenen Wochenende, 19.-21.04.2019 in Le Mans /F endete für Marvin Fritz schon nach der ersten Rennhälfte mit einem technischen Ausfall.

 

 

Neben seinen YART Teamkollegen Niccolo Canepa und Broc Parkes hatte sich auch Fritz mit täglich 4 Stunden Fitnessprogramm auf das 24 Stunden Rennen von Le Mans akribisch vorbereitet. Im Qualifying verpasste das Trio von Teamchef Mandy Kainz nur knapp die Pole Position und kassierte Dank dem neuen Reglement für den zweiten Trainingsplatz vier Punkte.

 

 

Am Samstag wurde das Rennen um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und vollen Zuschauerrängen gestartet. Canepa eröffnetet als Startfahrer der YART Truppe. Marvin Fritz war als Dritter an der Reihe und fuhr auf Rang 2. Trotz eines Zwischenfalls konnten Fritz und Teamkollegen die dritte Position halten.

 

 

Fritz:“ In der Kurve knickte mir das Vorderrad plötzlich ein und ich stürzte. Der Schaden war überschaubar und ich war schnell zurück in Box. Nach einem Check konnten wir direkt wieder ins Geschehen eingreifen und den Anschluss an die Spitzengruppe halten.“ Nach gut 10 Stunden, Marvin fuhr bereits seinen vierten Stint (Einsatz), merkte der Badener plötzlich einen starken Ruck.

 

 

Fritz:“ Es war kurz nach 1 Uhr nachts und wir fuhren auf Platz 4, als ich diese Unregelmäßigkeit bemerkte. Instinktiv zog ich die Kupplung und rollte in die Box“. Die YART Technik Crew bemühte sich noch um eine zeitnahe Instandsetzung, doch nach wenigen Minuten war das Aus bestätigt.

 

 

Fritz, der am Sonntag seinen 26. Geburtstag feierte, gab sichtlich enttäuscht zu Protokoll:“ Ein Podiumsplatz wäre ein ideales Geschenk gewesen, Schade.“ Im Gesamtklassement liegt Marvin Fritz und Team auf Rang 7. Das nächste Rennen findet am 09.-11.05.2019 auf dem Slowakiaring statt.

 

24.04.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse