Marvin Fritz - Berichte 2019

Marvin Fritz siegt spektakulär

Am vergangenen Wochenende zeigte Marvin Fritz als Gaststarter bei dem Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeister-schaft (IDM) auf dem Hockenheimring mit der Pole Position und einem gnadenlosen Sieg in der Klasse Superbike, dass er auch nach drei Jahren spontan in dieser Serie wieder vorne mitmischen kann.

 

Für Marvin Fritz, hauptberuflich derzeit in der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) mit YART Yamaha und Mandy Kainz unterwegs, sollte der Gaststart bei der IDM in Hockenheim eigentlich nur ein Auftritt und Dankeschön für die persönlichen und langjährigen Sponsoren des Badeners werden. Der ehemalige zweifache deutsche Meister hatte nach seinem überraschenden Gewinn der Superbikemeisterschaft in 2016 und dem anschließenden Wechsel in die EWC immer noch Kontakt zu dem damaligen Bayer Bikerbox Teaminhaber Jakob Bayer und Cheftuner Sepp Buchner gepflegt. Bayer:“ Mit Marvin ist die Zusammenarbeit nicht nur erfolgreich und professionell, wir verstehen uns auch menschlich gut. So entstand die Idee des Gastauftrittes spontan bei einem Abendessen mit Sepp. Wir telefonierten mit Marvin und wurden uns einig.“ Das Erfolgstrio organisierte kurzfristig eine Yamaha R 1, auch die Technikcrew von damals mit Julian und Rafael sagten zu.

 

Im Freitagstraining zeigte dann Marvin Fritz im strömenden Regen mit der schnellsten Rundenzeit von 1.46.156 min seine Topform. Im zweiten Qualifying unterbot er mit 1.27.522 min die Zeit vom zweifachen Meister Ilya Mikhalchik/BMW und sicherte sich damit die Pole Position.

 

Vor 17.000 Zuschauern ging Fritz am Rennsonntag beim ersten Rennen gleich hinter BMW Pilot Mikhalchik auf Position zwei und konnte diese im weiteren Rennverlauf konstant nach hinten verteidigen. In der drittletzten Runde kam Bastien Mackels/BMW näher und zog an Fritz vorbei. Doch der Yamaha Pilot setzte in der letzten Runde nochmal zum Gegenangriff an und schnappte sich den Belgier aus der letzten Kurve heraus und konnte mit einer Vorderradlänge und 0,024 sec. Vorsprung den zweiten Platz einheimsen.

Beim zweiten Rennen am Sonntag, welches mit gut einer halben Stunde Verspätung aufgrund vorangegangener Regenschauer und einer verkürzten Renndistanz von 16 Runden startete, kam Yamaha Pilot Fritz als Fünfter vom Start weg. Fritz:“ Am Anfang des Rennens musste ich beissen um den Anschluss nicht zu verlieren und dran bleiben zu können, wir hatten noch kurz vor Rennbeginn Slicks aufgezogen. Für eine Fahrwerksanpassung blieb aber keine Zeit mehr.“ Runde für Runde machte Marvin Fritz Meter gut und hatte vor der Halbzeit des Rennens schon den Abstand zum Führungstrio verkürzt. In Runde acht rangierte Fritz auf drei, zwei weitere Runden später hatte Fritz schon den Führenden Mikhalchik in Sichtweite. Noch in der vorletzten Kurve dachten nicht nur die Fans, die Würfel seien gefallen und Fritz begnüge sich mit dem zweiten Podiumsplatz. Doch in der letzten Rechtskurve vor der Zielgeraden bremste sich Fritz an das Hinterrad von Mikhalchik, ging in der Innenseite an diesem vorbei und sicherte sich spektakulär mit 0,27 sec den Sieg.

 

Fritz:“ Einige Runden vor Schluss habe ich im letzten Abschnitt gemerkt dass es klappen könnte und probiert. Es war ein hartes Rennen, auch wenn ich hier keine Punkte bekomme hat es mal wieder Spaß gemacht bei einem Sprintrennen mitzufahren. Danke an die Bayer Bikerbox Truppe und alle Freunde Gönner und Fans die mich unterstützt haben."

 

30.09.2019 - Text: ds / Fotos: Hermann Rüger

Missglückter Saisonauftakt für Marvin Fritz

Das Auftaktrennen zur Langstreckenweltmeister-schaft (EWC) der Saison 2020 am vergangenen Wochenende im südfranzösischen Le Castellet stand für Marvin Fritz und sein Team unter keinem guten Stern. Während Fritz unddie YART Yamaha Truppe sich im Qualifying über die Pole Position und Fritz neuen Rundenrekord freuten, verbrannte im Rennen die Aussicht auf den Sieg. Die Trainingswoche in Südfrankreich lief zunächst bei trockenen und guten Wetterbe-dingungen optimal für das YART Trio Fritz, Baz und Canepa. Marvin Fritz sorgte am Donnerstag mit einem neuen Rundenrekord für Aufsehen. Für den Rennbeginn des 24 Stunden Rennens am Samstag schlug das Wetter in Starkregen und heftige Windböen um. Die Verantwortlichen stellten ein Krisenteam bestehend aus drei Fahrern zusammen, welche stellvertretend für die restlichen Fahrer entscheiden sollten, wie sich der weitere Rennverlauf gestalten sollte. Nach nur drei Stunden wurde das Rennen wegen zu heftiger Niederschläge abgebrochen. Fritz: "Auf der langen Start- und Zielgeraden beschleunigen wir ca. auf 300 km/h, doch plötzlich hatte ich keine Sicht mehr. Dazu kamen seitliche Windböen von geschätzt 80 km/h, es war unmöglich und unverantwortlich noch einen einzigen Meter weiterzufahren“. Das gesamte Fahrerfeld entschied sich ebenfalls für einen Abbruch des Rennens. Erst als am Sonntag gegen vier Uhr früh ein Ende des Starkregens in Sicht war, trafen sich die Teammanager zu einer Krisensitzung und beschlossen den Restart für sechs Uhr Sonntag morgen. Fritz Teamkollege Canepa übernahm den Start. Teamchef Mandy Kainz wählte als Strategie, Niccolo Canepa einen Doppelstint ( Stint = Turn) fahren zu lassen, um präzisere Informationen über das Abtrocknen der einzelnen Streckenabschnitte für die Teamkollegen Baz und Fritz zu bekommen. Canepa, ebenfalls wie Fritz bei nassen Streckenbedingungen immer schnell unterwegs, übergab die Yart Yamaha an zweiter Position an Kollege und Ex Moto GP Pilot Loris Baz. Nach einem Reifenwechsel auf Slicksreifen (profillose Reifen) verließ Baz die Box, übernahm nach wenigen Runden die Führung des Rennens und baute ebenfalls in einem Doppelstint die Führung des YART Team um rund 25 Sekunden aus. Während sich Marvin Fritz in der Box auf seinen bevorstehenden Einsatz vorbereitete, verfolgte er auf dem Monitor den Crash einiger Piloten. Fritz:“ Wahrscheinlich verlor die Honda des Werksteam Öl, die nachfolgenden Fahrer, darunter auch Yart Teamkollege Baz, konnten der Ölspur nicht mehr ausweichen und rutschten in die Reifenstapel des Sturzraumes.“ Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich für Marvin Fritz der Traum vom Sieg in einen Alptraum mit Flamminferno. Fritz:“ Ein Motorrad fing Feuer, dann ging alles ganz schnell. Nach 20 Minuten war alles verbrannt, die Motorräder, die Reifenstapel und unser möglicher Sieg.“ Auch die herbeigeeilten Streckenposten konnte dem Feuer nicht Herr werden. Fritz:“ Glücklicherweise kamen Loris Baz und die Anderen mit dem Schrecken davon.“ Für Marvin Fritz blieben am Ende fünf Punkte für die Pole Position und ein klarer Blick in die Zukunft. Fritz:“ Die Werksteams von Honda und Kawasaki, also unsere stärksten Konkurrenten, gingen im Rennen ebenfalls leer aus. Damit sind die Chancen für alle wieder gleich, die Karten werden neu gemischt.“ Für das kommende Wochenende, 27.09.-29.09.2019, plant der zweifache Deutsche Meister von 2014 und 2016 einen Gaststart bei dem IDM Finale auf dem Hockenheimring in der Klasse Superbike. Fritz:“ Seit drei Jahren bin ich auf meiner Heimstrecke kein Rennen mehr gefahren. Darauf freue ich mich besonders.“ Die Rennen der Superbike finden am Sonntag, 29.09.2019 um 12:00 und

16:00 Uhr statt. Tickets gibt unter www.hockenheimring.de

 

26.09.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse

Werksteams schauten verwundert

Beim Finale der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) der Saison 2018/2019 am letzten Wochenende in Suzuka/Japan, erreichte Marvin Fritz und das YART Yamaha Team einen sechsten Platz im Rennen und konnte einige Werksteams die kalte Schulter zeigen.

 

Schon bei den offiziellen Testfahrten vor vier Wochen hatte Fritz schnellere Runden gedreht als Ex Weltmeister Stefan Bradl und damit seine fahrerische Höchstform unter Beweis gestellt. Das sollte sich auch bei den freien Trainingsläufen zum finalen acht Stunden Rennen in Suzuka nicht wesentlich ändern. In einem freien Training und beim Nachttraining war Fritz sogar schneller als die kompletten Werksteam von Honda, Kawasaki, Yamaha usw. unterwegs. Auch im zweiten Qualifying brillierte der YART Yamaha Pilot mit Position drei und einer neuen Bestzeit von 2:07:167 min, nur 0,3 sec hinter Yamaha Werkspilot Alex Lowes. Am Ende der Qualifyings lag das YART Trio Marvin Fritz, Broc Parkes Niccolo Canepa auf Rang fünf, noch vor FCC Honda, dem Weltmeister von 2018.

 

Wegen der anhaltenden Regenfälle und eines Sturms fiel die Superpole am Samstag sprichwörtlich ins Wasser, am Rennsonntag konnten die Teams trotz unerträglicher Schwüle an den Start. Das Warm-up vor dem Rennen verlief für Marvin Fritz mit einem Sturz nicht ganz nach Plan. Fritz:“ Plötzlich viel die Elektronik aus, daraufhin ging der Motor aus und ich musste in voller Schräglage zu Boden, konnte mich aber für das Rennen zurück in die Box retten.“

Das Rennen startete Teamkollege Canepa vor über 100.000 Zuschauern bei trockenen Wetterkonditionen und schob sich mitten zwischen die Werksteams auf Rang sechs. Marvin Fritz übernahm nach einem kurzen Boxenstopp und Fahrerwechsel als nächster Pilot die YART Yamaha und lieferte im weiteren Rennverlauf konstant schnelle und fehlerfreie Runden. Fritz.“ Das Setup war perfekt auf meinen Fahrstil abgestimmt, Super Arbeit von unserer Crew.“

 

Über weitere vier Stunden Rennen und trotz der mörderischen Hitze konnte das Team um Marvin Fritz den sechsten Platz bestätigen. Marvin Fritz zeigte sich erfinderisch im Kampf gegen diese tropischen Bedingungen. Fritz:“ Damit mir die Schweißperlen nicht über das Gesicht liefen, habe ich meinen Helm mit mehreren Damenbinden gepolstert, welche prima den Schweiß aufsaugten.“ Nach sieben Stunden Rennverlauf und einem letzten Boxenstopp übernahm Fritz zum finalen Endspurt die Yamaha. Fritz:“ Im hinteren Streckenabschnitt fing es plötzlich an zu regnen und da ich mit Slicks (profillose Reifen) unterwegs war, musste ich höllisch aufpassen nicht auf die Nase zu fallen. Zudem hockte mir noch Honda Werkfahrer Dominic Aergerter im Nacken, welchen ich mir aber erfolgreich vom Leib halten und den sechsten Platz für das Team ins Ziel retten konnte.“ Ein sechster Platz für die YART Yamaha Truppe in diesem Rennen zu erreichen, bei welchem so viele Werksteams wie bei keinem anderen Rennen eingesetzt werden, wurde teamintern im Vorfeld schon als Top Ziel bezeichnet.

 

Fritz:“ Wir teilten uns eine Box zusammen mit dem Yamaha Werksteam. Die haben mal ganz schön verdutzt geschaut, dass wir mit unserem Material so dicht an denen dran waren. Wir haben alles rausgeholt was ging, die Erwartungen erfüllt.“ Im Gesamtklassement beendet Marvin Fritz und das YART Yamaha Team die Saison 2018/2019 auf Rang vier.

 

Ende September beginnt schon die neue Saison 2019/2020 für Marvin Fritz mit dem 24 Stunden Rennen in Le Castellet/F. 

 

01.08.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Fotos: Fritz Presse

Marvin Fritz contra Stefan Bradl

 

Am kommenden Wochenende trifft der Badener Marvin Fritz beim Finale der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) im japanischen Suzuka unter anderem auf den Motorrad Ex Weltmeister Stefan Bradl.

 

Für Marvin Fritz und seine Teamkollegen Canepa und Parkes vom Team YART Yamaha wird es ein spannendes und zugleich sehr anstrengendes Rennwochenende. Rein theoretisch wäre die Weltmeisterkrone noch in Reichweite, mit einem Sieg oder zweiten Platz im Rennen durchaus realisierbar.

 

Aber in Japan herrscht Ausnahmezustand. Aktuell beginnt dort die Regenzeit, Reifenpoker, kurzfristige schnelle Entscheidungen während des Rennens könnten erforderlich sein. Die zeitgleich hohen Aussen- und Asphalttemperaturen, sowie die extreme Luftfeuchtigkeit stellen Mensch und Maschine auf eine hohe Belastungsprobe. Bis zu zehn Kilogramm Gewichtsverlust zehrten schon im letzten Jahr an Marvins Kräften. Dennoch oder vielleicht deswegen gilt dieses 8 Stunden Rennen alljährlich weltweit als Top Event. Nahezu alle Motorradhersteller setzten jeweils mehrere Piloten und Teams ein, insgesamt zählt das Starterfeld 65 Teams. Namhafte und verfügbare Stars aus der MotoGP und der Superbike Weltmeisterschaft (WorldSBK) werden für dieses Rennen der Superlative verpflichtet.

 

Der zweifache deutsche Meister von 2014 und 2016 Marvin Fritz hat Grund genug sich besonders auf dieses Kräftemessen zu freuen. Piloten wie kein geringerer als Stefan Bradl, welcher für das HRC (Honda) Werksteam an den Start geht, kann Fritz schon einiges bieten. Fritz:“ Ich bin bei den Tests hier in Japan vor ca. zwei Wochen mit einer Zeit von 2:07:744 min schneller als Bradl gewesen. Auch im Nachttraining lieferte ich die schnellsten Rundenzeiten.“ Bei der nochmaligen Frage nach dem Weltmeistertitel zeigt sich Fritz der Presse gegenüber bescheiden. Fritz:“ Ein fünfter Platz im Rennen wäre für unsere Team quasi wie ein Sieg. Die acht Stunden Rennverlauf können schon einiges an Überraschungen bieten.“Wer Marvin Fritz bei diesem Rennen live mitverfolgen will, kann dies am Samstag, 27.07.2019 von 04:30 Uhr bis 12:30 Uhr auf Eurosport 1 und Eurosport 2 tun.

 

23.07.2019 - Bericht:ds/Foto: FP

Sieg und Rundenrekord für Marvin Fritz

Marvin Fritz siegte souverän am 10./11.05.2019, beim dritten Rennen der Saison 2019 zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) auf dem Slovakiaring und schaffte einen neuen Rundenrekord.

 

Der Slovakiaring war YART Yamaha Pilot Marvin Fritz und seinen Teamkollegen Niccolo Canepa und Broc Parkes nicht nur seit dem Sieg 2018 in positiver Erinnerung. Vor einigen Wochen schrieb Fritz, der jüngste Fahrer in der YART Yamaha Truppe, bei den offiziellen Testfahrten auf dem Slovakiaring auch noch Geschichte. Der 26jährige toppte mit einer Zeit von 2:03:118 min den Rundenrekord von 2018, den der mehrfache Superbike WM Sieger Max Neukirchner bis dato innehielt.

 

Doch leider musste das Trio dann Anfang letzter Woche bei den ersten freien Traingsläufen unfreiwillig mit dem Asphalt Bekanntschaft machen. Fritz:“ Die Witterungsbedingungen waren sehr kalt, das Streckenlayout ist geprägt von vielen Geraden und Rechtskurven, eine einzige Linkskurve wurde über fünfzig Fahrern zum Verhängnis. Ich und Teamkollege Broc Parkes stürzten und trugen starke Prellungen der Oberarme davon. Die Reifen konnten durch die schnelle Abkühlung der linken Auflagefläche die Wärme nicht speichern und verloren so an Grip“, erkläre Fritz den Massensturz.

 

Beim Qualifying am Donnerstag setzte noch Dauerregen ein, doch Regenprofi Fritz dominierte trotz starker Schmerzen in den Armen und holte mit seinem Team die Pole Position und damit fünf Punkte für das Team in der Gesamtwertung.

 

Beim Start zum 8 Stunden Rennen am Samstag reihte sich Teamkollege Niccolo Canepa hinter den ehemaligen MotoGP Piloten Randy de Puniet und Mike di Meglio an dritter Position ein. Fritz löste Canepa nach einer Stunde ab und konnte sich auf Position Zwei absetzen. Der nächste Stint absolvierte der dritte Fahrer im Team, Broc Parkes, dem aber die Folgen des Sturzes noch zu schaffen machten. Fritz:“ Teamchef Mandy Kainz entschied in Absprache mit dem Team, dass Broc Parkes nicht mehr fahren sollte. Das bedeutete für mich und Niccolo Canepa jeweils 4 Stints und weniger Pausen insgesamt.“ Mit nur noch zwei Piloten im Rennen und ständig einsetzenden Regenschauern schienen die Chancen auf einen Podiumsplatz zu schwinden.

 

Fritz.“ Ein Pokerspiel, ich bin auf Slicks (profillose Reifen) rausgefahren, es waren sehr schwierige Bedingungen, Teilstücke der Strecke waren bereits abgetrocknet, andere wiederum noch richtig nass. Es war höchste Konzentration gefragt.“ Doch das Rennen sollte noch spannender werden. Teamkollege Canepa missachtete das Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse und kassierte eine Zeitstrafe.

Marvin Fritz übernahm die Yamaha, fuhr kurz in die Box um die Zeitstrafe von dreißig Sekunden abzusitzen und stürmte anschließend auf Position zwei vor. Eine Stunde vor Rennende nahm der Regen wieder zu, doch Marvin Fritz übernahm wie entfesselt die Führung. In der drittletzten Runde hatte der 26jährige seinen Vorsprung auf das Verfolgerfeld um eine ganze Runde ausgebaut.

 

Fritz:“ Anspannung, Leistungsdruck und Konzentration waren zu diesem Zeitpunkt enorm hoch, ich durfte ja kein Risiko eingehen. Im Regen reicht ein kleiner Fehler aus und man rutscht von der Strecke.“ Wie ein Uhrwerk spulte Fritz die letzten Meter bis zum finalen Zieleinlauf ab.

 

Fritz:“ Nicht nur ich habe mich sehr über diesen sensationellen Sieg gefreut. Teamchef Kainz war nicht mehr zu bremsen und umarmte und drückte mich noch auf dem Siegerpodest. Die ganze Rennwoche war einfach überwältigend.“

 

Das Team von Marvin Fritz hat sich jetzt in der Gesamtwertung von Rang sieben auf Rang vier mit 87 Punkten nach vorne geschoben. Fritz blickt optimistisch auf die nächsten Rennen:“ Unter diesen Bedingungen einen Sieg einzufahren, zeigt zu welchen Höchstleistungen das Team fähig sein kann. Danke an die komplette Crew vor und hinter den Kulissen. Jetzt kommt die Weltmeisterschaft wieder in greifbare Nähe.“

 

Am 08.-09. Juni findet das nächste Rennen der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) in Oschersleben statt.

 

13.05.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Fotos: Fritz Presse

Technikproblem sorgt für vorzeitiges Rennende von Marvin Fritz

Das Auftaktrennen 2019 zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) am vergangenen Wochenende, 19.-21.04.2019 in Le Mans /F endete für Marvin Fritz schon nach der ersten Rennhälfte mit einem technischen Ausfall.

 

 

Neben seinen YART Teamkollegen Niccolo Canepa und Broc Parkes hatte sich auch Fritz mit täglich 4 Stunden Fitnessprogramm auf das 24 Stunden Rennen von Le Mans akribisch vorbereitet. Im Qualifying verpasste das Trio von Teamchef Mandy Kainz nur knapp die Pole Position und kassierte Dank dem neuen Reglement für den zweiten Trainingsplatz vier Punkte.

 

 

Am Samstag wurde das Rennen um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und vollen Zuschauerrängen gestartet. Canepa eröffnetet als Startfahrer der YART Truppe. Marvin Fritz war als Dritter an der Reihe und fuhr auf Rang 2. Trotz eines Zwischenfalls konnten Fritz und Teamkollegen die dritte Position halten.

 

 

Fritz:“ In der Kurve knickte mir das Vorderrad plötzlich ein und ich stürzte. Der Schaden war überschaubar und ich war schnell zurück in Box. Nach einem Check konnten wir direkt wieder ins Geschehen eingreifen und den Anschluss an die Spitzengruppe halten.“ Nach gut 10 Stunden, Marvin fuhr bereits seinen vierten Stint (Einsatz), merkte der Badener plötzlich einen starken Ruck.

 

 

Fritz:“ Es war kurz nach 1 Uhr nachts und wir fuhren auf Platz 4, als ich diese Unregelmäßigkeit bemerkte. Instinktiv zog ich die Kupplung und rollte in die Box“. Die YART Technik Crew bemühte sich noch um eine zeitnahe Instandsetzung, doch nach wenigen Minuten war das Aus bestätigt.

 

 

Fritz, der am Sonntag seinen 26. Geburtstag feierte, gab sichtlich enttäuscht zu Protokoll:“ Ein Podiumsplatz wäre ein ideales Geschenk gewesen, Schade.“ Im Gesamtklassement liegt Marvin Fritz und Team auf Rang 7. Das nächste Rennen findet am 09.-11.05.2019 auf dem Slowakiaring statt.

 

24.04.2019 - Text: Dorothea Schmitt / Foto: Fritz Motorsportpresse

Letzte Aktualisierung: 21.10.2019

 

- Zwischenstand Retro-Rallye-Serie

- Fahrerbericht: Marco Armbrust