Philipp Rotzal - Berichte 2017

„Regenschlacht in der Hölle“

Eifelwetter- den Begriff kennt jeder Motorsportler. Extremes Eifelwetter machte uns 95 Startern das Leben beim Finallauf der Saison 2017 schwer. Hinzu kam noch starker Nebel in einigen Streckenabschnitten, deshalb überlegte Rennleiterin Edith Völl sogar die Veranstaltung abzubrechen. Deshalb war es kein Wunder das es in den ersten Runden schon zu Unfällen kam und dadurch Code 60 Phasen folgten.

In Runde 3/4 kam es sogar an ein paar Stellen zu Aquaplaning. Nach den Pit-stops wurde das Wetter wieder besser und es klarte ein bisschen auf.

Jedoch kurz vor Ende begann es wieder stärker zu regnen. Ich fokussierte mich nocheinmal voll um ein gutes Ergebnis rauszuholen. Trotz all diesen Widrigkeiten erreichte das Team Rotzal/Rotzal einen guten 7 Platz in der Klasse und einen 35 Platz von 95 im Gesamt.

 

09.10.2017 - Text: Phlipp Rotzal / Foto: Rennzwerg-Fotos

Immer wieder Samstags

Am 16.09.2017 hieß es wieder „ab auf die Nordschleife“ zum vorletzten Rennen zur RCN-GLP. Es war morgens vor dem Start ungefähr 8 Grad frisch, was für mich als Fahrer bedeutete, die Reifen behutsam auf Temperatur zu bringen.

 

Im Fahrer Briefing wurden wir mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass es an einigen Stellen noch leicht feucht sei. Deshalb entschied ich mich dazu, die Einführungsrunde noch etwas ruhiger anzugehen. Im Verlauf des Rennens kam ich dann aber schnell in einen guten Rhythmus, sodass wir konstant und mit minimaler Abweichung unsere ersten zwei Runden absolvieren konnten. Leider war ich im dritten gezeiteten Umlauf im Zielbereich im Sandwich mehrerer Konkurrenten, sodass ich die Zeit nicht bestätigen konnte. Und sowas wirft einen unweigerlich um dutzende Plätze nach hinten.

 

Deshalb konnten wir trotz einer guten weiteren Leistung in den folgenden Runden der Veranstaltung am Ende nur Platz 14. von 35 Startern in der Klasse und Platz 77. von 124 Startern im Gesamt erreichen.

 

Trotzdem blicken wir dem letzten Lauf in zwei Wochen am 30.09.2017 mit Freude entgegen und werden alles geben, um nochmals vorne anzugreifen und diese wundervolle Rennstrecke unter die Räder zu nehmen.

 

06.10.2017 - Text: Philipp Rotzal / Foto: Rennzwerg-Fotos

Alles auf Anfang

Nachdem ich zwei Rennen in der RCN-GLP verletzungsbedingt auslassen musste, hieß es die Vorbereitung noch professioneller zu gestalten. Deshalb trainierte ich nach meiner Knieverletzung noch härter und richtete die Woche vor dem Rennen auf der Nürburgring Nordschleife alles auf dieses Event aus, um die drei Stunden Distanz durchzuhalten. Das bedeutete früh ins Bett zu gehen und am Freitag vor dem Rennen nur noch leichte Kost zu mir zu nehmen.

 

Am Renntag ging es dann um 5 Uhr morgens in Limburgerhof los, da um 7 Uhr morgens die Papierabnahme anstand. Anschließend musste nur noch die technische Abnahme des Fahrzeuges hinter uns gebracht werden, welches das Autohaus Leibach und ich wieder professionell vorbereitet hatten.Dies stellte kein Problem dar und es konnte für uns nach der Fahrerbesprechung endlich auf die Strecke gehen.

 

Ich konnte im Rennen wieder schnell meinen Rhythmus finden und durch konstante Zeiten und einen top Co-Piloten erreichten wir am Ende den 10. Platz in der Klasse und Platz 47. im Gesamtklassement von 108 gestarteten Fahrzeugen. Viel wichtiger jedoch als das Ergebnis war es, dass ich den Lauf beenden konnte, ohne weitere Probleme mit meinem Knie zu haben. Das nächste Rennen findet am 16.9.2017 statt.

 

09.08.2017 - Text: Philipp Rotzal / Foto: Eifelblitzer.de

Mit viel Vorfreude ging es zum RCN-GLP Lauf 3 der MIG Siebengebirge zur Nürburgring Nordschleife. Tolles Wetter mit viel Sonnenschein erwartete uns am Samstag Morgen um 8:15 Uhr am Start. Die ersten drei Runden haben mir auch viel Spaß gemacht, bis ich beim Runterschalten bzw. beim Auskuppeln einen stechenden Schmerz im Knie verspürte, der bei jeder Bewegung des Beines auftrat. Trotz der Schmerzen fuhr ich noch weitere 3 Runden und versuchte, so wenig wie möglich zu kuppeln.

 

Beim Tankstopp entschloss ich mich schweren Herzens, das Rennen zu beenden, weil ich mich durch die Schmerzen nicht mehr  gut konzentrieren konnte. Beim Abmelden bei der Rennleitung hat man mich vorsorglich in das Medical Center gebracht, dort wurde ein Schaden am Meniskus vermutet, was ich allerdings durch ein Magnetresonanztomographie (MRT) zu Hause beim Arzt abklären sollte.

 

Um dem Wochenende wenigsten etwas Positives abzuringen, schaute ich mir das Medical Center genauer an. Als Rennfahrer möchte man ja generell diese Einrichtung nicht unbedingt sehen. Doch es ist schon beindruckend, was man dort für eine Ausrüstung für den Fall der Fälle parat hat.

 

Ein Dank möchte ich noch der Rennleitung der MIG 7 aussprechen sowie der netten Ärztin im Medical Center, die mich betreut hat. Jetzt heißt es schnell wieder fit werden, um dann am 22. Juli wieder anzugreifen zu können.

 

14.06.2017 - Text und Foto: Rotzal

Denkbar knapp war die Vorbereitungszeit für den RCN-GLP-Lauf 2 der Scuderia Augustusburg Brühl. „Uni first“ war die Devise, denn am Freitag Abend vor dem Rennen stand noch eine Klausur an der Uni in Landau an, sodass wir die technische und Dokumentenabnahme erst am Samstag Morgen um 7 Uhr machen konnten.

 

Direkt von dort ging es zur Fahrerbesprechung, wo die Rennleitung mit Nachdruck darauf hinwies, dass mit Regen während des gesamten Rennverlaufs zu rechnen sei und die Fahrweise entsprechend angepasst werden sollte, da zudem die Außentemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen.

 

Wie es sich gehört, setzte der Regen dann auch pünktlich in der Einführungsrunde ein, sodass wir unsere Taktik kurzfristig änderten und uns für die GLP mehr Zeit einräumten, was sich im Nachhinein auch als goldrichtig erwies. Zusätzlich erschwerten sich die Bedingungen durch dichten Nebel, der im Bereich Flugplatz bis zum Schwedenkreuz plötzlich aufzog. Das schwierige Wetter forderte dann auch recht schnell seinen Tribut, denn gerade in den Anfangsrunden ist das Unfallrisiko am höchsten. Das typische Eifelwetter mit „nass“ und „kalt“ bedeutet auch automatisch, dass man die Reifen nur schwer auf Temperatur bekommt. Manche haben das anscheinend vergessen…

Eine Ölspur vom Karussell bis Pflanzgarten1 machte das Fahren noch deutlich herausfordernder, es war höchste Konzentration angesagt. Nach dem Tankstopp in Runde 6 setzte an einigen Streckenabschnitten der 20,83 km langen Nordschleife noch mehr Regen ein, sodass es wegen Unfällen und technischen Defekten bei den Konkurrenten in einer Runde drei „Code 60“-Phasen gab! Dennoch konnten wir die vorgegebene Zeiten schaffen.

 

Trotz dieser widrigen Herausforderungen arbeiteten mein Vater und ich als Team während der 12 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife sehr gut zusammen. Im Endeffekt sprang ein guter 4. Platz von 31 Startern in der Rookiewertung der Neueinsteiger und Rang 39 von 129 Startern im Gesamtklassement heraus.

 

28.04.2017 - Text: Philipp Rotzal / Foto 1: privat / Foto 2: Tobias Rethfeld/ T.R Fotografie

Am 1. April stand der Saisonauftakt zur „GLP-Rundstrecken-Challenge-Nürburgring“ auf dem Programm. Auf der höchst anspruchsvollen, über 20 km langen Nürburgring Nordschleife fuhr ich mit meinem Vater Helmut als Copilot auf den zweiten Rang unter 32 Startern im „Rookie-Cup“, der Wertung für Neueinsteiger in dieser Serie. Im Gesamtklassement wurde mit Rang 51 ein Resultat in der ersten Hälfte der 131 Starter erzielt.

 

Eigentlich ein – fast - perfektes Wochenende, aber generell kann man nicht restlos zufrieden sein, wenn vor einem noch ein anderer unter vergleichbaren Voraussetzungen ins Ziel kommt. Dennoch bin ich glücklich mit diesem Resultat, da die Konkurrenz hier so stark ist. Aber wir waren auch gut vorbereitet. Der Ford Fiesta ST 150 wurde vor Saisonbeginn mit Unterstützung des FORD-Autohauses Leibach in Rülzheim komplett durchgecheckt, hatte neue Bremsen bekommen und mein Vater und ich hatten uns über den Winter beim ADAC Pfalz Winterkonditionstraining in Ludwigshafen sowie mit einem speziellen Krafttraining, welches mir von ORTEMA zusammengestellt wurde, auf das drei Stunden dauernde Rennen gut vorbereitet.

 

Auch mein Vater, für den nach über 35 Jahren im Rallyesport das „im Kreis fahren“ auf Rennstrecken ebenfalls Neuland ist, war sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich denke, wir haben vieles richtig gemacht, als wir von Anfang an ein gutes Tempo vorlegten, aber auch nicht zu viel riskierten. Trotz des frühen Erfolges werden wir garantiert nicht abheben. Die Saison ist noch lang und unsere Konkurrenten sind ebenfalls hoch motiviert. Mal schauen, wie es beim 2. Lauf am 22. April weitergeht.

 

28.04.2017 - Text: Philipp Rotzal / Foto: Tobias Rethfeld/ T.R Fotografie

 

Saisonvorbereitung 2017

Für mich geht es dieser Jahr in meine erste volle Saison auf der Nürburgring Nordschleife in der RCN-GLP. Das bedeutet Stint`s von etwa 1,5 Stunden und eine Renndistanz von knapp 3 Stunden.Für diese Belastung muss man gut vorbereitet sein. Denn jeder Fehler endet in der „Grünen Hölle“ in der Leitplanke.

 

Deshalb arbeite ich jeden Tag an meiner Fitness, um mich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten.

Donnerstags gehe ich zur Ergänzung meiner Vorbereitung in das Winterkonditionstraining des ADAC Pfalz. Dort treffen sich dann Lizenzfahrer des ADAC Pfalz und trainieren zusammen unter Anleitung von Ingo Röper.

Allerdings kann man natürlich auch nicht den fahrerischen Aspekt außer acht lassen. Aus diesem Grund fuhr ich am 11.3.2017 einen Trackday des Deutschen Sportfahrer Kreises (DSK) auf dem Hockenheimring. Dieser war wie immer perfekt organisiert und vor Ort kümmerte sich Frau Mahl liebevoll um die Teilnehmer. Aus diesem Grund bedanke ich mich auch nochmal ganz herzlich beim DSK für den tollen Tag. Jetzt steht dem ersten Lauf Anfang April nichts mehr im Weg und ich gehe top vorbereitet in die neue Saison.

 

24.03.2017 - Text und Fotos: Philipp Rotzal