Philipp Rotzal - Berichte 2019

Rundstrecken Challenge Nürburgring „Preis der Schlossstadt Brühl“

Foto: rcn.de
Foto: rcn.de

Am Samstag den 18.05.2019 stand der dritte Lauf der Rundstrecken-Challenge-Nürburgring (RCN) an. An diesem Wochenende startete Philipp Rotzal für das Eifelkind Racing Team auf einem Opel Astra GSI.

 

Wechselnde Wetterbedingungen prägten den 3. Lauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring, welches im Rahmen des Qualifikationsrennen zum 24- Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife inklusive dem Grand-Prix Kurs ausgetragen wurde.

 

Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Kevin Wambach und Teamchef Uwe Wendland legte sich der ADAC Pfalz Förderkaderfahrer eine Taktik für dieses Langstreckenrennen über 330 km zurecht. Auch Wetterprognosen und Regenradarbilder wurden hinzugezogen, um festzulegen, ob und wann man mit den profillosen Slickreifen oder den gut profilierten Regenreifen starten sollte. Das Briefing endete mit dem Entschluss, auf Slicks zu starten und auf die Regenreifen zu wechseln, wenn es notwendig werden sollte.

 

Noch in der Startaufstellung begann es allerdings aus allen Kübeln zu schütten, sodass der Rennstart verschoben wurde, denn alle 170 Teams, die bereits in der Startaufstellung warteten, mussten auf die Regenreifen wechseln.

 

Der in Ehren ergraute, aber technisch topfitte Opel Astra F des Eifelkind Racing Teams, auf dem die beiden Jungs für das RONAL-Junior-Team am Start waren, erfordert besonders Fahrkönnen, da er weder über ABS, noch eine Servolenkung oder eine Traktionskontrolle verfügt. Also noch echtes Autofahren der alten Schule, für das man kräftige Oberarme und dicke Waden, aber vor allem auch viel Hirn und Gefühl braucht, um bei diesen außergewöhnlichen Bedingungen im Renntempo fahren zu können.

Foto: Björn Bertelsmann
Foto: Björn Bertelsmann

Während Kevin souverän auf der regenüberfluteten Strecke seine Runden abspulte, ging es zwischenzeitlich für Philipp zum Interview mit Streckensprecher-Ikone Lars Gutsche in die Sprecherkabine. Nachdem das Interview erfolgreich absolviert war, wurde es dann aber auch für Philipp ernst.

 

Beim Fahrerwechsel nach 6 Runden übergab Kevin den Astra auf Klassenrang 9 mit einigen Tipps an Philipp, wobei man sich entschloss, auf den Regenreifen zu bleiben, da es zahlreiche nasse und feuchte Streckenabschnitte auf der Rennstrecke gab und zudem noch weitere Regenschauer angekündigt waren.

 

So ging Philipp dann in das Cockpit des Rennwagens und musste darauf achten, auf der immer mehr abtrocknenden Strecke nasse Streckenteile anzufahren, damit die Reifen nicht durch Überhitzen zerstört wurden.

 

Der angekündigte Regen blieb trotz dunkler Wolken aus, die Reifen bauten daher immer mehr ab, das Fahrverhalten wurde abenteuerlich und durch starke Vibrationen in den Reifen spielte Philipp immer mehr mit dem Gedanken, die Box aufzusuchen und Slicks montieren zu lassen. Letztendlich fuhr er jedoch auf den Regenreifen durch und brachte den Astra auf dem 15. Platz in der Klasse und Platz 97 im Gesamt über die Ziellinie.

 

„Im Nachhinein denke ich, das ein frühzeitiger Wechsel auf Slicks die richtige Wahl gewesen wäre, aber letztendlich war ich mir auch nicht sicher, ob der Regen wieder einsetzen wird und ich dann wieder zurückwechseln muss. Dann wäre der Zeitverlust noch größer geworden!“ so Philipp, nachdem er 7 Runden unter höchster Anspannung absolviert hatte. Und weiter: „Dennoch bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, denn unter diesen schwierigen Bedingungen ist es nicht einfach, einen Rennwagen auf der Strecke zu halten und ich habe viel dazugelernt. Mein Dank geht an das Eifelkind Racing Team, Felgenhersteller Ronal und den ADAC Pfalz.“

 

21.05.2019 - Text: Philipp Rotzal

Saison Vorbereitung 2019

Foto: rally3.de - Karsten Huber
Foto: rally3.de - Karsten Huber

Die Motorsport-Saison 2019 begann für mich bei

der ADAC Rallye Südliche Weinstraße Historic, dem 1. Wertungslauf zur ADAC Retro-Rallye-Serie Süd. Für mich war es das erste Mal, dass ich die Rallye SÜW gefahren bin, während mein Vater als Co bestimmt schon zehnmal hier am Start war und sich auch bereits zweimal in die Siegerlisten hatte eintragen lassen können. Bei tollem Wetter hat es mir richtig Spaß gemacht, meinen Opel Astra über die WP´s zu scheuchen. Gerade der Rundkurs kam mir mit meinem Rundstreckenstil sehr entgegen und ich versuchte möglichst exakt auf Ideallinie zu fahren – sicherlich nicht spektakulär, aber effektiv. Die Prüfungen über die Kalmit waren dann sehr lehrreich, was das perfekte Zusammenspiel zwischen Co und Fahrer anbelangt, da hier blindes Vertrauen in den Aufschrieb wichtig war. Das Ergebnis – wir wurden 36. von 60 Startern - war eher nebensächlich, denn der Spaß am Fahren stand im Vordergrund.

Foto: P. Rotzal
Foto: P. Rotzal

Am 10.03.2019 startete ich dann beim DSK „Freies Fahren“, dem Trackday des Deutschen Sportfahrer Kreises, auf dem Hockenheimring. Das Ziel des Tages war es, sich wieder an dichten Verkehr auf der Strecke zu gewöhnen und verschiedene Fahrtechniken auszuprobieren. Dass es morgens noch nass war, war noch sehr nützlich, da ich in 2018 kein einziges Regenrennen gefahren war und ich so wieder Erfahrungen auf nasser Strecke sammeln konnte. Es war, wie man es vom DSK gewohnt ist, eine top organisierte Veranstaltung.

 

Zur Vorbereitung auf meine Saison 2019 ging es für mich am Samstag, dem 16.03. in den Racepark Meppen. Dort testete ich den Opel Astra F des Eifelkind Racing Teams. Die sympathische Truppe aus Nordhorn setzt das Auto dieses Jahr in der Rundstrecken Challenge Nürburgring ein. Im Laufe des Tages gewöhnte ich mich vor allem an das Fahrverhalten mit der Sperre, und konnte so im weiteren Verlauf das Vertrauen zum Auto stetig aufbauen und wertvolle Erfahrung, sowohl auf trockener als auch nasser Fahrbahn sammeln.

 

Die Saison 2019 auf der Rundstrecke kann kommen. Ich gehe, neben der durch die Trainingspläne von ORTEMA weiter verbesserten Fitness, auch fahrerisch gut vorbereitet in das Jahr. Das finale Programm für das Jahr steht leider noch nicht endgültig fest, da ich mein Budget noch nicht endgültig zusammen habe.

 

28.03.2019 - Text: P. Rotzal