Ronny Tabakovic Berichte 2018

Vom Regen in die Traufe

Alle Jahre wieder lädt die CIK FIA die besten Kartfahrer der Welt zur KZ Weltmeisterschaft und dem KZ2 International Supercup ein. Im Jahre 2018 sollten im belgischen Genk die Titelentscheidungen um die begehrten Tropähen fallen. 105 Top Piloten aus 22 Nationen fanden am Montag, den 03.09.2018 ihren Weg auf den knapp 1,3 Kilometer langen Kurs. Als einer von nur neun deutschen Athleten stellte sich auch Ronny Tabakovic der Herausforderung und bestritt nach dem Worldcup 2017 in Wackersdorf hiermit seine zweite WM.

 

„Wir haben uns wirklich gut auf dieses Event vorbereitet. Die Strecke liegt mir gut, unser Material ist noch einmal deutlich konkurrenzfähiger als letztes Jahr und auch mit den Reifen haben wir einiges an Erfahrung sammeln können.“ Mit dieser positiven Einstellung ging der junge Förderpilot mit Werksunterstützung des italienischen Herstellers „Competitive Kart Racing“ unter Regie von Neu Racing in das größte Event des Jahres.

 

Ronny fasste schnell Fuß mit dem internationalen Feld und konnte bereits in den Testsessions am Mittwoch und Donnerstag zeigen, dass man das Team an diesem Wochenende auf der Rechnung haben sollte.

 

Zum ersten Mal richtig ernst, wurde es für den Kaiserslauterer dann am Freitag. Hier standen drei freie Trainings und am Abend die wichtigen Qualifying-Sessions auf dem Plan. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Tabakovic im ersten freien Training, welches im Regen ausgetragen wurde. Hier setzte er sich mit minimalem Abstand zu Platz eins auf den 6. Platz seiner Gruppe.

 

„Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir im Regen auch sehr schnell sind. Die LeCont Reifen sind nicht ganz einfach zu handeln, aber wir haben heute Morgen wirklich eine gute Performance abgeliefert.“, so Teamchef Dirk Neu.

 

Am Nachmittag startete Tabakovic dann in der ersten Qualifying-Gruppe. Hier sah sich der CKR Pilot bis zum Schluss auf Platz neun von 25 Fahrern, als ein sich lösendes Bauteil in der letzten Runde einige Zehntelsekunden und Tabakovic einige Plätze kostete. Dennoch reichte seine Zeit aus, um sich vor vielen anderen Fahrern der verbleibenden drei Gruppen zu behaupten. Am Abend fand sich der 17-Jährige dann überraschenderweise schon auf Platz 48 unter den Top 50 der Welt. „Der kleine Rückschlag im Qualifying ist sicher ärgerlich. Ohne ihn könnten wir jetzt schon in der Nähe der Top 34 sein, die es bis zum Sonntagmorgen zu erreichen gilt, um es ins Weltfinale zu schaffen. Dennoch konnten wir 57 Piloten hinter uns lassen, was bei dieser Leistungsdichte schon ein kleiner Erfolg ist.“, so Ronny am Freitagabend.

 

Ein überaus positiv verlaufener Freitag wurde am nächsten Morgen vom wahrscheinlich schwärzesten Tag in der Saison 2018 überschattet. Aufgrund der hohen Anzahl an Fahrern musste das Feld der KZ2 vor dem Finale in sechs Heat Gruppen unterteilt und in 21 Vorläufen von 105 auf 34 Fahrer reduziert werden. Für Tabakovic standen die Chancen auf einen Finaleinzug mehr als gut. Nach dem guten Ergebnis im Qualifying durfte Ronny in jedem Heat, welches aus 30 Fahrern bestand, von Startplatz 14 ins Rennen gehen. Somit galt es jeweils nur zwei bis drei Positionen zu gewinnen, um am Sonntag starten zu dürfen.

 

Diese Chancen wurden Tabakovic dann bereits im ersten Heat genommen. Nach einem Unfall in der ersten Runde, bei dem ein Kontrahent den Bremspunkt verfehlt und Ronny abgeräumt hatte, verletzte sich der Schützling des ADAC Pfalz an der Hand und sammelte durch den Ausfall bereits am Morgen so viele Punkte, dass die Chancen auf das Finale gegen Null gingen. „Wenn über 70 Fahrer ausscheiden, bricht einem ein Ausfall in einer so frühen Phase in der Regel immer das Genick.“

 

Für Ronny war die Situation denkbar schlecht. Um trotzdem noch die Hoffnung auf einen Finaleinzug haben zu können, musste er nun jedes weitere Heat mit einer geprellten Hand in der Nähe der Top 10 beenden.

 

Nachdem ihm dies mit einem elften Platz im folgenden Vorlauf gelang, musste Tabakovic in den weiteren Heats mit einer Spoilerstrafe und drei weiteren unverschuldeten Unfällen bzw Ausfällen kämpfen. Damit bestand trotz aller Bemühungen und des Kampfgeistes keine Möglichkeit mehr auf eine Teilnahme am Sonntagmittag.

 

„Das ist mit Abstand der schlimmste Tag der Saison, wenn nicht sogar der letzten Jahre. Wenn man es zuerst aus eigener Kraft unter die Top 50 schafft und das Finale zum Greifen nahe ist, schlägt einen so eine Pechsträhne wirklich zu Boden. Wenn du, ohne etwas dafür zu können, von einem 48. Platz fast aus den Top 100 rutschst, fehlen dir einfach die Worte.“, äußerte sich Tabakovic deprimiert.

 

„Es ist wirklich kaum zu fassen. Ronny hat die ganze Woche über mit den besten der Welt mitgehalten und ein starkes Qualifying gefahren. Der Speed war zu jeder Zeit da, aber es hätte dieses Mal einfach nicht sein sollen. Das ist ein herber Rückschlag für uns alle.“, so Carlo De Bei, CEO/CKR.

 

Damit hat die Saison 2018 für den jungen Nachwuchspiloten ein frühes und unglückliches Ende gefunden.

 

13.09.2018 - Text: Ronny Tabakovic / Foto: Kartphoto

Schicksalsschläge beim Kart Masters Finale 2018

Das Prokart Raceland in Wackersdorf war am vergangenen Wochenende Schauplatz des ADAC Kart Masters Finale 2018. 32 Piloten kämpften auf der knapp 1200 Meter langen Strecke um die letzten Meisterschaftspunkte. Als Tabellenfünfter ging darunter auch Ronny Tabakovic von Neu Racing an den Start.

 

Neben einer starken KZ2 Besetzung musste das Team erneut gegen widrige Wetterbedingungen ankämpfen. Tabakovic, welcher bei der WM 2017

auf dieser Strecke viel Erfahrung sammeln konnte, fiel der ständige Wechsel zwischen nasser und trockener Piste leicht. Bereits das WarmUp am Samstagmorgen war mehr als vielversprechend. Auch im Qualifying war der Kaiserslauterer bis zur letzten Minute auf Top Kurs, als ein technischer Defekt eines anderen Fahrers Tabakovic in seiner schnellen Runde dazu zwang, vom Gas zu gehen. „Wir waren bis zur letzten Runde auf Platz drei. Da die Strecke immer mehr abtrocknete, wusste ich, dass meine letzte Runde perfekt passen musste. Durch den Ausfall vor mir musste ich stark bremsen und die Runde war kaputt.“, zeigte sich Tabakovic enttäuscht. Somit musste der Förderpilot des ADAC Pfalz die Heats aus dem Mittelfeld von P16 angehen.

 

Während Tabakovic sich im ersten Vorlauf bereits auf Platz 10 verbessern konnte, musste er sich nach einer unverschuldeten Spoilerstrafe im zweiten Lauf mit dem 17. Rang abfinden.

 

Das erste Rennen am Sonntag wurde auf regennasser Piste ausgetragen. Für den Neu Racing Piloten fiel die erneute Umstellung gewohnt einfach. Nach 16 Rennrunden sah sich Ronny bereits auf Platz acht in den Top 10. „In der Meisterschaft wird es jetzt noch einmal spannend. In den beiden Finalläufen dürfen wir uns keine Fehler erlauben“, so Teamchef Dirk Neu nach dem zufriedenstellenden ersten Lauf.

 

Dass das Team ohne Zweifel den Speed für die Top 5 hat, bewies Ronny dann im zweiten Lauf am Mittag. Schon nach der zweiten Runde fand sich der 17-Jährige auf Platz vier. Beim Versuch, den Tabellen fünften auf Platz drei zu überholen, unterlief Tabakovic dann aber ein vermeidbarer Fehler, welcher ihn auf Platz sieben zurückspülte. „Ich musste an ihm vorbei, um unter die Top 5 zu gelangen. Leider habe ich den Angriff etwas zu früh gestartet und musste den Überholvorgang abbrechen, um einen Unfall zu vermeiden. Es ärgert mich sehr, aber das ist nun mal das Lehrgeld, das man dafür bezahlt.“, ärgerte sich Ronny nach dem zweiten Lauf.

 

Da das dritte Rennen nach dem Ergebnis des Qualifyings gestartet wurde, standen die Zeichen für Tabakovic auf dem 16. Platz nicht optimal, jedoch wollte das Team noch einmal alles geben. Auf einer wechselhaften Strecke schaffte es Ronny nach einigen engen Positionskämpfen erneut auf Platz neun unter die Top 10.

 

Trotz der guten Leistungen in den Rennen reichte es am Ende mit einem knappen Abstand „nur“ für Platz sechs in der Meisterschaft. „Der Vorfall im Qualifying hat uns das Wochenende kaputt gemacht. Die Chancen standen gut, unser Speed war zu jeder Zeit da, aber das Schicksal hat uns erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, zeigte sich Tabakovic enttäuscht.

 

Für den jungen Förderpiloten ist das aber noch nicht das Ende der Saison. In der kommenden Woche blickt die ganze Welt auf die Schaltkart Weltmeisterschaft im belgischen Genk, in der auch Tabakovic um einen Finaleinzug unter die 34 besten Piloten der Welt kämpfen wird.

 

13.09.2018 - Text: Ronny Tabakovic / Foto: Racepics

Tabakovic erneut in den Top10

Nach acht Läufen in Deutschland und Italien  stand am 24.-26.08.2018 das finale Rennen der

deutschen Kart Meisterschaft im belgischen Genk an. Nur zwei Wochen vor der WM auf der gleichen Strecke war das Championat vor allem bei internationalen Fahrern sehr gefragt. 30 Piloten aus 7 Nationen komplettierten das Feld der KZ2.

 

Wechselhafte Bedingungen sorgten am Freitag für einen hohen Testaufwand beim Team von Neu Racing. Hier galt es vor allem, sich auf das unerwartet niedrige Gripniveau der knapp 1300 Meter langen Strecke einzustellen. Nach zahlreichen Setup-Versuchen konnte am Abend eine gute Basis für die beiden Renntage gefunden werden.

 

Im Qualifying am Samstagmorgen fiel es Ronny nicht einfach, den Reifen richtig einzuteilen. Somit musste sich der junge Kaiserslauterer vorerst „nur“ mit dem 19. Platz zufriedengeben. „Ich bin schon ein kleines bisschen enttäuscht. Bei dem engen Feld bedeuten 0.2 Sekunden mal eben knapp 10 Positionen. Wenn dann im Qualifying nicht alles stimmt, spült einen das leider nach hinten.“, zeigte sich Tabakovic ernüchtert.

 

Auch in den beiden Heats am Nachmittag machte das Wetter durch ständige Regenschauer die Setup-Wahl zu einem Glücksspiel. Im ersten Vorlauf gelang es Ronny, sich bereits nach der vierten Runde auf P9 nach vorne zu arbeiten. Durch die rasch abtrocknende Strecke musste der 17-Jährige jedoch gegen Rennende einige Positionen einbüßen und beendete das Heat auf Platz 14.

 

„Wir hatten gehofft, dass die Strecke etwas länger nass bleibt. Daher war der Luftdruck gegen Rennende etwas zu hoch, was bei trockener Strecke einen erheblichen Zeitverlust bedeutet.“, so Teamchef Dirk Neu. Im zweiten Heat am Abend lief es für das Team deutlich besser. Nach 12 Rennrunden konnte Ronny bis auf den 6. Platz nach vorne fahren. Nach Addition der Heat-Platzierungen qualifizierte sich Tabakovic auf Platz 11 für das Finale.

 

Um für das Hauptrennen am Sonntagmittag bessere Chancen zu haben, entschieden sich Fahrer und Team dazu, den neuen Reifensatz nicht direkt im ersten Rennen zu fahren, sondern diesen für den Finallauf aufzusparen.

 

Mit dieser Strategie hatte Tabakovic es im Prefinale sehr schwer, seine Position zu behaupten. Trotz aller Bemühungen verlor der Förderpilot des ADAC Pfalz 7 Positionen und musste sich aufgrund einer zusätzlichen Spoiler Strafe vorerst mit Platz 19 begnügen. Unser Plan hat leider nicht so funktioniert, wie wir es uns erhofft hatten. Da jedem Fahrer nur zwei Reifensätze Pro Wochenende zur Verfügung stehen, ist das immer ein Glücksspiel.“, so Ronny nach dem ersten Lauf.

 

Im Finale standen nun mit einem frischen Reifensatz alle Zeichen auf Angriff. Tabakovic konnte diesen Vorteil gekonnt umsetzen und sich nach zahlreichen Überholmanövern am Ende auf Platz 9 verbessern. „Er hat im Finale wirklich eine überzeugende Leistung gezeigt. Trotz der hohen Leistungsdichte konnte sich Ronny am Ende des Tages erneut in die Top 10 fahren.“, freute sich Teamchef Dirk Neu am Ende des Tages. In der Jahreswertung ergibt das für den Förderpiloten Rang 11 von 34. Das große Ziel, in die Top 10 der Meisterschaft zu kommen, verfehlte das Team mit 4 Punkten Rückstand nur sehr knapp. „Es hätte mich sehr gefreut, in meiner Debutsaison der DKM unter die ersten Zehn zu kommen. Dennoch können wir mit einem elften Platz im Gesamtklassement auf internationaler Ebene sehr zufrieden sein.“, so Tabakovic nach dem Wochenende Nun gilt es für den jungen CKR Piloten am kommenden Wochenende seinen fünften Platz in der ADAC Kart Masters zu behaupten, bevor es dann zum großen Saisonfinale 2018 im Rahmen der Kart Weltmeisterschaft geht.

 

30.08.2018 - Text: Ronny Tabakovic / Foto: Racepics

Tabakovic unter Wert geschlagen

Nur ein paar Tage nach der vorletzten Station des ADAC Kart Masters 2018 begrüßte der Erftlandring in Kerpen vom 28.-29.07.2018 die Piloten der internationalen deutschen Kart Meisterschaft, die damit in die entscheidende Phase ging.

 

Das Feld des deutschen Schaltkart Cups war wie gewohnt mit 30 Piloten aus 6 Ländern stark besetzt und versprach zusammen mit hochsommerlichen Temperaturen spannende Rennen.

 

Das Team von Neu Racing verbrachte den Freitag damit, sich akribisch auf den technisch sehr anspruchsvollen knapp 1100 Meter langen Kurs einzuschießen. Die ständig wechselnden Gripverhältnisse machten es der Truppe nicht leicht, jedoch konnte man mit den Zeiten am Ende des Tages mehr als zufrieden sein.

 

Im Qualifying am Samstagmorgen wurde einmal mehr klar, auf welchem Niveau sich der junge Kaiserslauterer in einer der größten Kartserien Europas bewegt. Mit weniger als zwei Zehntelsekunden Rückstand zur Top 5 platzierte sich Tabakovic am Ende des Zeittrainings auf einem zufriedenstellenden 13. Platz. „Das ist unter Anbetracht der sehr schwierigen Bedingungen durch das hohe Gripaufkommen eine recht gute Ausgangslage für uns. Natürlich wollen wir uns dennoch in den Vorläufen weiter nach vorne arbeiten.“, so Tabakovic nach dem Qualifying.

 

Seine Pace konnte der CKR Pilot dann im ersten Heat am Nachmittag unter Beweis stellen. Nach 15 Kilometern Renndistanz schaffte es Tabakovic zum wiederholten Mal in dieser Saison, unter die Top 5 zu fahren. Dieses Ergebnis wurde im zweiten Vorlauf am Abend leider erneut durch eine unüberlegte Aktion eines Kontrahenten zunichtegemacht. Um einen unverschuldeten Ausfall zu verhindern, musste Ronny viele Positionen abgeben und sah sich am Ende „nur“ als Elfter.

 

„Leider wirft uns das in der Heatwertung etwas nach hinten. Ohne diese Aktion würden wir die Rennen morgen von P7 angehen können. Jetzt müssen wir sehen, wie wir von Platz 12 möglichst sicher unter die Top 10 kommen können.“, so Teamchef Dirk Neu am Abend.

 

Das Team setzte im ersten Finale alles auf eine Karte. Um möglichst viele Punkte für die Meisterschaft zu erlangen, setzte man den Reifenjoker schon relativ früh ein. Diese Taktik zeigte sich während der 23 Rennrunden als zielführend und spülte Ronny bis auf P7 nach vorne. Doch die nächste Hiobsbotschaft ließ nicht lange auf sich warten. Eine unverschuldete fünf Sekunden Strafe wegen eines ausgelösten Front Fairings warf den 17-Jährigen auf seine Ursprungsposition zurück. „Es ist wirklich sehr ärgerlich. Es war offensichtlich, dass ich dafür nichts konnte. Leider sehen es die Stewards zum wiederholten Male nicht ein, die Sache noch einmal zu überprüfen.“, ärgerte sich Tabakovic nach dem Rennen.

 

Im Finale hatte man es aufgrund des bereits aufgebrauchten Reifenjokers dann etwas schwerer, mit der Spitzengruppe mitzuhalten und Tabakovic schloss das Rennen auf Platz 14 ab.

 

„Unsere Taktik und der Speed haben auch dieses Wochenende gepasst. Leider wurden wir erneut durch unglückliche Situationen ausgebremst.“, zeigte sich Ronny etwas enttäuscht.

 

Trotz der widrigen Umstände hat es das Team aus Ohmbach schon vor dem Finallauf in Genk am 26.-28.08 mit P11 fast unter die Top 10 in der Gesamtwertung geschafft und steht damit kurz davor, das angestrebte Saisonziel zu erreichen.

 

02.08.2018 - Text: Ronny Tabakovic / Foto: Racepics

Licht und Schatten in Kerpen

Am vergangenen Wochenende gastierte das ADAC Kart Masters zum 4. Saisonlauf auf dem Erftlandring in Kerpen und ging damit in die heiße Phase. Aufgrund des bevorstehenden DKM Rennens auf der gleichen Bahn war vor allem die KZ2 Klasse wieder einmal komplett gefüllt. Insgesamt 34 Piloten und Pilotinnen kämpften bei Kaiserwetter um den Sieg.

 

Als Sechster in der Meisterschaft war das Ziel für Ronny Tabakovic erneut klar: Möglichst viele Punkte für das Championat mitnehmen, um weiter nach vorne zu kommen. Dem Kaiserslauterer gelang es recht schnell, seinen Rhythmus auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke zu finden und konnte zusammen mit Teamchef Dirk Neu ein wettbewerbsfähiges Setup für die beiden Renntage entwickeln. „Das Chassis macht es mir dieses Jahr wirklich sehr einfach. Es lässt sehr präzise Aussagen über das Gripniveau und ähnliche Parameter zu. Das gibt mir beim Fahren viel Sicherheit und mehr Zeit, mich auf die Strecke und meine Rundenzeiten zu konzentrieren“, äußerte sich Tabakovic zufrieden über die Ergebnisse des Testtags.

 

Die Belohnung hierfür erhielt das Team am Samstagmorgen im Qualifying. Tabakovic schaffte es, das CKR Kart auf Platz 8 mit einem marginalen Abstand zur Spitzengruppe zu stellen. „Da wir hier quasi ein DKM Feld haben, zeigt das schon jetzt, dass wir auch für das kommende Rennen der Deutschen Kart Meisterschaft auf einem sehr guten Weg sind“, so Dirk Neu.

Doch das Glück schien auch dieses Mal nicht lange zu halten. Nachdem Ronny im ersten Vorlauf durch einen anderen Fahrer am Start behindert wurde und somit eine Position verlor, fiel der 17-jährige im zweiten Heat am Samstagnachmittag bereits in der ersten Kurve nach einer unverschuldeten Kollision auf den letzten Platz zurück und schaffte es daraufhin nur auf Platz 21 ins Ziel. „Es ist wirklich enorm deprimierend. Das Chassis und der Motor laufen wieder einmal perfekt und auch ich fühle mich sehr wohl, aber leider haben wir auch heute keine Chance bekommen, das auch im Rennen unter Beweis zu stellen“, ärgerte sich Tabakovic nach den missglückten Heats.

 

Das Team ließ sich jedoch nicht von den Rückschlägen ausbremsen und setzte am Sonntag im Warmup mit der 5. schnellsten Zeit aus 34 Piloten ein weiteres Ausrufezeichen. Tabakovic, der sich nach den Heats auf Platz 11 für das Prefinale qualifizierte, verzichtete im ersten Rennen auf seinen Reifenjoker, um im Finale noch einmal angreifen zu können. Somit blieb eine Positionsverbesserung im Prefinale aus und Tabakovic konnte nach 18 Rennrunden seinen elften Platz verteidigen.

 

Den nächsten Rückschlag musste der junge Förderpilot des ADAC Pfalz dann im entscheidenden Rennen verkraften. Nach einer erneut unverschuldeten Startkollision musste Ronny etliche Positionen einbüßen und schaffte es nach den rund 20 Kilometern Renndistanz nur zurück auf Platz 11.

 

Trotz der unglücklich verlaufenen Rennen sah sich Tabakovic am Ende des Tages als neuer Fünftplatzierter im Gesamtklassement des ADAC Kart Masters 2018. Bevor es zum entscheidenden Saisonfinale in Wackersdorf in knapp vier Wochen geht, bleiben für das Team von Neu Racing nun noch die beiden letzten Rennen der DKM 2018.

 

26.07.2018 - Text: Ronny Tabakovic / Fotos: Racepics

Hitzeschlacht in Ampfing

Der Schweppermannring in Ampfing stand am vergangenen Wochenende im Zeichen der „internationalen deutschen Kart Meisterschaft 2018“. 165 Teilnehmer, darunter 34 DSKC Piloten, trafen beim Halbzeitrennen der DKM auf dem 1064 Meter langen Kurs aufeinander.

 

Die Mannschaft von Neu Racing hatte sich zusammen mit Ronny Tabakovic erneut das Ziel gesetzt, das Wochenende mit einem Top 10 Ergebnis zu absolvieren.

 

Trotz der sehr widrigen Witterungsbedingungen am Freitag ließ sich das Team nicht verunsichern und Tabakovic konnte, sowohl auf trockener als auch regennasser Strecke mit sehr schnellen Rundenzeiten eine gute Basis für die beiden Renntage schaffen.

 

„Auch hier in Ampfing waren wir wieder auf Anhieb schnell. Das gibt mir viel Selbstvertrauen für das Qualifying und die Heats“, so Tabakovic am Ende des Tages.

 

Der Kaiserslauterer schaffte es im Qualifying eindrucksvoll, den Speed vom Freitag mitzunehmen und etablierte sich trotz einer Behinderung in seiner schnellen Runde auf Platz 9 mit nur 0.05 Sekunden Abstand zu den Top3.

 

„Der Ausbremser in der letzten Runde hat Ronny leider etwas Zeit gekostet. Platz 9 ist dennoch eine vielversprechende Ausgangslage für die Heats“, so Teamchef Dirk Neu.

 

Auch in den Vorläufen schaffte es, der 17-Jährige, einen kühlen Kopf zu bewahren und meisterte die 15 Kilometer Renndistanz mit Platz 4 im ersten Heat und Platz 6 im zweiten Heat.

 

Das Prefinale am Sonntagmorgen ging Ronny Tabakovic aus der 3. Startreihe von Startplatz 7 an. Aufgrund der stark gestiegenen Gripverhältnisse auf der Stecke, hatte er es jedoch deutlich schwieriger als noch am Vortag, weshalb Tabakovic über die 25 Rennrunden 3 Positionen abgeben musste und als Zehnter das Ziel überquerte.

 

„Leider tun wir uns noch schwer damit, auch auf sehr viel Gummi mit der Spitze mitzufahren. Dafür fehlt es sowohl mir als auch dem Team noch an Erfahrung in unserem ersten Jahr in der DKM“, so Tabakovic nach dem ersten Lauf.

 

Das Finale am Nachmittag verlief ähnlich gut für den Kaiserslauterer. Auch hier konnte Ronny mit dem Pulk mithalten, schaffte es jedoch nicht, sich noch weiter nach vorne zu verbessern.

 

„Wir haben auch dieses Mal unser Ziel einer Top 10 Platzierung voll erfüllt. Wenn man die hohe Leistungsdichte in dieser Klasse bedenkt, dann ist das ein äußerst zufriedenstellendes Ergebnis, auch wenn wir uns nach der sehr schnellen Pace am Samstag sogar etwas mehr erhofft haben“, äußerte sich Dirk Neu zufrieden am Ende des Tages.

 

Nun folgt eine fünfwöchige Pause, die das Team mit vollem Einsatz dazu nutzen will, den kleinen Rückstand bei hohen Gripverhältnissen abzubauen und in Kerpen wieder anzugreifen und erneut auf Punktejagd zu gehen.

 

12.06.2018 - Text: Tabakovic / Foto: Sportinphoto Kart Photo Agency

Top 10 Ergebnis in der DKM

Nach den ersten beiden Rennen des ADAC Kart Masters stand für Ronny Tabakovic am vergangenen Wochenende der erste Einsatz in der „internationalen deutschen Kart-Meisterschaft“ an. 34 Top KZ2-Piloten aus aller Welt reisten nach Wackersdorf zum Prokart Raceland, um sich spannende Rennen zu liefern.

 

Unter ihnen wagte sich auch Tabakovic von Neu Racing / CKR auf internationales Terrain und setzte bereits in den freien Trainings am Freitag ein Ausrufezeichen. Mit der zweitbesten Zeit in seiner Gruppe und der viertbesten Gesamtzeit bewies der Kaiserslauterer seine Schnelligkeit. „Durch den Einheitsgummi auf der Bahn fühlt sich das Chassis deutlich besser an als sonst und es fällt mir leichter, konstant schnelle Rundenzeiten zu fahren.“, so Tabakovic nach den Sessions.

 

Auch in der ersten Session am Samstagmorgen passten das Chassis-und-Motorsetup perfekt und Tabakovic konnte auf Platz 4 in seiner Gruppe fahren.

 

Kurz nach Beginn des Zeittrainings musste das Team einen herben Rückschlag verkraften. Ein Antriebsdefekt in der WarmUp-Lap zwang den Schützling von Neu Racing zur frühzeitigen Aufgabe und spülte das Team folglich auf den letzten Startplatz zurück. „Unsere Pechsträhne reißt einfach nicht ab. Nach den Top 5-Zeiten in den Testsessions waren wir sehr zuversichtlich, dass Ronny auch nach dem Qualifying weit vorne stehen würde. Leider hat uns auch hier die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, so Teamchef Dirk Neu.

 

Für Ronny galt es nun, sich über die beiden Vorläufe nach vorne zu fahren, um sich mit einem guten Startplatz für die wichtigen Finalrennen am Sonntag zu qualifizieren. Bereits im ersten Heat bewies Tabakovic seine Rennintelligenz, indem er sich vom letzten Startplatz auf P12 verbesserte. Kurz darauf folgte jedoch die nächste Hiobsbotschaft. Ein unverschuldet ausgelöster Frontspoiler am Kart des 17-Jährigen zog eine Zeitstrafe mit sich und bedeutete Platz 17.­ Im zweiten Heat am Abend musste das Team zudem den Wetterkapriolen der Oberpfalz trotzen. Ein heftiger Regenguss setzte die Strecke kurz vor dem Rennstart unter Wasser. Während viele andere Fahrer unter diesen Bedingungen große Schwierigkeiten hatten, das Kart auf der Strecke zu halten, behielt Tabakovic einen kühlen Kopf und konnte sich am Ende um 20 Positionen auf Platz 4 verbessern. „Es freut mich sehr, dass die beiden Heats, mit Ausnahme der Spoilerstrafe, so gut ausgegangen sind. Trotz des Ausfalls im Qualifying starten wir morgen von Startplatz 15; die Top 10 sind also wieder greifbar“.

 

Mit dieser Motivation ging das Team nach weiteren Optimierungen an Chassis und Motor in den Finaltag. Obwohl sich Tabakovic seinen zweiten Reifensatz für das Finalrennen am Nachmittag aufsparte, konnte der Kaiserslauterer bereits im Prefinale in die Top 10 fahren. Im letzten Rennen des Sonntags galt es nun, mit einem neuen Satz Reifen die Top 5 zu attackieren. Leider zwang Tabakovic ein Unfall zweier anderer Fahrer in der ersten Kurve dazu, viele Positionen abzugeben. Nach der ersten Runde fand sich der Förderpilot des ADAC Pfalz vorerst nur auf der 20. Position. Ronny wusste jedoch, den Reifenvorteil zu nutzen­ und konnte sich nach vielen guten Überholmanövern wieder bis auf den 10. Platz nach vorne fahren.

 

„Ronny hat erneut gezeigt, wie viel Potential dieses Jahr in ihm und dem Material steckt. Wenn wir nun noch etwas mehr Glück hätten, würde es für ihn sicher noch weiter nach vorne gehen.“, so Teamchef Dirk Neu am Ende des Tages.

 

16.05.2018 - Text: Tabakovic / Foto: Racepics

Tabakovic vom Pech verfolgt

Das Prokart Raceland war am vergangenen Wochenende Schauplatz des zweiten Laufs der ADAC Kart Masters 2018. Bei bestem Wetter musste sich Ronny Tabakovic auch dieses Mal gegen insgesamt 29 teils internationalen Top-Piloten aus der DKM beweisen.

 

Das Rennwochenende startete für den Kaiserslauterer wie auch in Ampfing sehr stark. Nach intensiven Tests am Freitag zeigte der Schützling von Neu Racing schon im freien Training am Samstagmorgen mit P6, dass man an diesem Wochenende mit ihm rechnen muss. Im Qualifying unterlief Tabakovic ein kleiner Strategiefehler, was mit Platz 9 bestraft wurde. „Ich habe mit meiner schnellen Runde einige Sekunden zu lange gewartet. Am Ende des Qualifyings hat mir die Zeit für eine weitere Runde leider nicht mehr gereicht“, so Ronny nach dem Zeittraining.

 

Bereits im ersten Heat wusste er auf ganzer Linie zu überzeugen. Nach einem guten Start konnte Tabakovic auf Platz 6 liegend mit der Spitzengruppe mithalten, wurde jedoch nach wenigen Runden unverschuldet in einen Unfall mit einem Gaststarter verwickelt und musste folglich das Rennen frühzeitig beenden. Im zweiten Heat am Samstagabend hatte der Kaiserslauterer deutlich mehr Glück und beendete den Vorlauf nach 13 Runden auf dem 7. Platz. „Wegen des unglücklichen Ausfalls im ersten Heat müssen wir die wichtigen Finalrennen leider aus dem Mittelfeld von P 15 angehen“, so Teamchef Dirk Neu am Abend.

Am Rennsonntag folgte im Prefinale der nächste Rückschlag für den 17-Jährigen KZ2 Piloten. Ein technischer Defekt beendete das Rennen schon kurz nach dem Start. „So etwas ist uns noch nie passiert“, äußerte sich Tabakovic nach dem Ausfall. Nun galt es, im zweiten und finalen Lauf Schadensbegrenzung zu betreiben. Ronny wusste mit einem kühlen Kopf und gutem Speed zu überzeugen und bewies in einer fabelhaften Aufholjagd von P25 auf P10 sein können.

 

„Wir haben auch dieses Mal gezeigt, dass wir absolut konkurrenzfähig sind. Der Speed hätte für eine Top 5 Platzierung gereicht, wenn uns nicht wieder das Pech verfolgt hätte“, ärgerte sich Tabakovic am Abend.

 

Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch kaum. Schon in knapp einer Woche steht für den Förderkandidaten des ADAC Pfalz der zweite internationale Einsatz bei der DKM in Wackersdorf an.

 

01.05.2018 - Text: Tabakovic / Fotos: Viola Rauscher

Ronny Tabakovic startet stark in die neue Saison

 

Am vergangenen Wochenende fiel mit dem ersten Lauf der ADAC Kart Masters der Startschuss in die Kartsaison 2018.

 

 Auf dem Schweppermannring in Ampfing wusste der 17 Jährige von Neu Racing seine Schnelligkeit permanent zu beweisen. Mit 25 teils international erfahrenen Fahrern lag die Messlatte in der Getriebeklasse deutschlands größter Kartserie auch in diesem Jahr enorm hoch. „Das erste Rennen nach der Winterpause ist immer besonders wichtig. Hier zeigt sich, wer seine Arbeit in den kalten Monaten richtig gemacht und sich weiterentwickelt hat“, so Tabakovic vor dem Rennen. Auch 2018 vertraut er auf das bewährte Material von CKR und Neu Racing.

 

 Zwar machten die hohen Gripverhältnisse es dem Team um Ronny nicht einfach am Trainingsfreitag ein schnelles Setup zu finden, doch das akribische Arbeiten zahlte sich aus und somit sah sich der Kaiserslauterer am Ende des Qualifyings auf einer zufriedenstellenden 11 Startposition. Tabakovic wusste diesen Speed über die Heats zu beweisen, musste jedoch eine Spoilerstrafe in Kauf nehmen, was ihn einige Platzierungen kostete. Am Samstagabend bedeutete das Startplatz 12 für die finalen Rennen.

 

 Am Sonntag konnte der Schützling von Neu Racing dann zeigen, was in diesem Jahr in ihm und dem Material steckt. Nach einem nervenaufreibenden Rennen überquerte er mit knappem Abstand zur Spitzengruppe als 6. die Ziellinie. Auch im zweiten Lauf des Tages konnte Tabakovic an diese Leistung anknüpfen und sich nach 18 Rennrunden den 7. Platz sichern. Einen herben Rückschlag erlebte das Team jedoch zu Beginn des 3. Rennens. Bereits am Start musste Ronny aufgrund eines technischen Defekts das Kart abstellen. „Es wäre im 3. Rennen bestimmt noch einmal sehr spannend geworden. Wir waren an diesem Wochenende sehr konstant und schnell, was uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Rennen gibt“, so Tabakovic am Ende des Tages.

 

 Nun gilt es in zwei Wochen beim nächsten Lauf der ADAC Kart Masters an dieses Niveau anzuknüpfen und erneut um eine Top5 Platzierung mitzufahren.

 

11.04.2018 - Text und Fotos:Tabakovic