Tim Wacker - Berichte 2018

Bericht über die Rallye Erzgebirge vom 28.09. - 29.09.2018

Der 7. Lauf zum Opel Adam Cup 2018 fand in dem sächsischen Stollberg im Erzgebirge statt. Leider wurden vom Veranstalter die Serviceplätze auf 3 (!) verschiedene Orte platziert, was dem Zuschaueraufkommen in den jeweiligen Servicepausen sehr schadete. Unser zugeteilter Platz für den Opel Adam Cup war so groß, dass eigentlich alle Rallyeteams darauf Platz gehabt hätten. Dass sowohl in Stollberg als auch an den Zufahrten zu den Wertungsprüfungen keinerlei Zuschauer-Hinweise auf die Rallye waren, ist auch eines DRM-Laufes unwürdig wie ich finde.

 

Aber nun zum sportlichen Teil der Rallye: Freitags standen 3 Prüfungen auf dem Programm, wobei die WP 1+3 wegen Sturmschäden von über 10 km auf 6,2 km gekürzt werden musste. Als WP 2 wurde der Stadtrundkurs mitten in Stollberg zweimal + Ausfahrt gefahren - ein schönes akustisches Spektakel zwischen den engen Gassen.

Tim und Chioma fuhren die ganze Rallye auf dem 10. Platz herum bis auf WP 5 an der sie die achtbeste Zeit setzen konnten. Die Beiden berichteten über zum Teil sehr schnelle Strecken, immer wieder verbunden mit engen Ortsdurchfahrten. Letztendlich konnten sie mit einem unbeschädigten ADAM die Rallye auf dem 9. Platz beenden, was wiederum 12 Punkte für die Meisterschaft bedeutete. Zur Meisterschaft: das schwedische Team Elias Lundberg/David Arhuisander beendeten die Rallye sehr kontrolliert auf dem 5. Platz und stehen somit vor dem Endlauf schon vorzeitig als Meister des Opel Adam Cups 2018 fest - herzlichen Glückwunsch an die Beiden und das ganze AUDEX-Rallyeteam.

 

Leider können wir heute noch nicht die Teilnahme am letzten Lauf (3 Städte Rallye) endgültig zusagen, da Tim mitten in seiner Abschlussprüfung steht und evtl. ein verpflichtender Prüfungs-Termin anstehen könnte. Das wäre in so fern sehr schade, da die Beiden den Cup 2018 unter den Top 10 von 22 Teams beenden könnten, wenn es gut läuft sogar unter den besten acht Teams. Wir hoffen das Beste aber Beruf geht nun mal vor.

 

04.10.2018 - Text: Rainer Wacker / Foto: Sascha Dörrenbächer 

Bericht über den WM-Lauf Rallye Deutschland - 5. + 6. Lauf zum Opel Adam Cup

Donnerstag und Freitag - 5. Lauf OAC:

 

Der Zuschauer-Rundkurs in Sankt Wendel war der Auftakt zum großen Abenteuer WM-Lauf Rallye Deutschland. Da die 20 ADAM-Cup-Fahrer vor dem WM-Feld (Start: 19.00 Uhr) bereits um 17.15 Uhr an den Start gingen, säumten zahlreiche Zuschauer den slalomähnlichen Parcour im Gewerbegebiet. Slalom kennt Tim - die Beiden fuhren mit nur 1,5 Sekunden Rückstand auf den Sieger die sechstbeste Zeit zeitgleich mit Nico Knacker, dem derzeit besten deutschen Teilnehmer im OAC - ein guter Auftakt also.

 

Auch freitags fuhren Tim und Chioma beständig unter die TOP 10 u. a. bei der mit 22 km längsten und anspruchsvollsten Moselprüfung "Mittelmosel". Auf dem Rundkurs Wadern-Weiskirchen kamen die Beiden in der 2. Runde leider in verlangsamter Fahrt mit Warnblinker vorbei, da sich ein Stein zwischen Bremsscheibe und Felge verkantet hatte und Tim einen Schaden an der Aufhängung/Fahrwerk vermutete. Die letzten beiden Prüfungen 6 + 7 wurden leider wegen eines Unfalls bzw. wegen unvernünftigen Zuschauern abgesagt, so dass Tim und Chioma keine Möglichkeit mehr hatten weiter nach vorne zu fahren. Trotzdem kam ein sehr guter 9. Platz von 20 gestarteten Teams heraus, worüber alle sehr zufrieden waren.

Samstag und Sonntag - 6. Lauf OAC:

 

Samstags ging der OAC in die zweite Runde, alle etwas angeschlagenen ADAM´s wurden wieder flott gemacht. Letztendlich gingen 19 Teams an den Start. Dabei mussten die absoluten Klassiker "Panzerplatte" als Kurzversion mit 9,43 km bzw. in der langen Version mit 38,57 km (!) jeweils zweimal gefahren werden. Gleich im ersten Durchgang der Panzerplatte-lang hatten die Beiden das richtige Tempo und fuhren auf den 9. Platz. Im zweiten Durchgang konnten sie ihre Zeit nochmals um 17 Sekunden (!) verbessern, was die sechstbeste Zeit bedeutete. Als Zwischenergebnis lagen sie damit, bereits auf einem tollen 7. Platz im Gesamt. Weitere schnelle Zeiten ließen die Beiden auf einem 6. Platz samstags abends ins Servicezentrum am Bostalsee einfahren. Sie wurden dabei von zahlreichen Freunden und Gästen mit viel Applaus empfangen, da sie sich trotz Migräne und Magenkrämpfe ins Zwischenziel im wahrsten Sinne des Wortes "gekämpft" haben.

 

Sonntags waren abschließend eine Moselprüfung "Grafschaft" mit 29,0 km und die Power-Stage "Bosenberg" (hierfür gibt es nochmals Extra-Punkte) zu absolvieren. Das vor Tim und Chioma gestartete beste deutsche Team Nico Knacker und Enrico Flores-Trigo lag im Zwischenklassement hinter Tim und Chioma. Wahrscheinlich wollten die Beiden in den verbleibenden Prüfungen nochmals angreifen, riskierten dabei etwas zu viel und überschlugen sich in einer sehr schnellen Rechtskurve.

Als Tim und Chioma eine Minute später an die Unfallstelle kamen, waren noch keine Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Ohne zu zögern hielten die Beiden an der Unfallstelle an, Chioma kümmerte sich um den verletzten Beifahrer Enrico und Tim leitete die entsprechenden Rettungsmaßnahmen ein. Erst als die Rettungssanitäter eintrafen und der Unfallhergang von den Beiden erläutert und zu Protokoll gegeben wurden, fuhren Tim und Chioma in verlangsamter Fahrt ins Ziel. Diese Maßnahme war für die Beiden selbstverständlich und ist vom Motorsportgesetz auch so vorgesehen - dass es nicht immer so abläuft beweist die Tatsache, dass alle Strecken- und Funkposten sie mit viel Applaus und "Daumen hoch" aus der Prüfung begleiteten. Ich als Teamchef kann behaupten, dass ich auf diese Aktion genau so stolz auf das Team bin wie auf das sportliche Resultat dieser Rallye.

 

Das amerikanische Team Johnston und Kihuranyi lag am Anfang des Tages noch auf dem 5. Platz vor Tim und Chioma, bekamen aber technische Probleme, so dass unsere Beiden noch auf den 5. Platz im Gesamtergebnis ins Ziel in Sankt Wendel einfahren konnten, das bisher beste Einzelergebnis im Opel Adam Cup. Sie wurden lautstark bei der Siegerehrung empfangen und für die tolle Leistung mit einem Pokal und einem Preisgeld belohnt. Nach 6 von 8 Läufen liegen Tim und Chioma von 22 eingeschriebenen Teams auf einem 9. Platz - für uns, wie ich immer behaupte kleinstes Privatteam, ein beachtlicher Platz.

 

21.08.2018 - Text: Rainer Wacker / Foto: Sascha Dörrenbächer

Bericht Rallye Wartburg 27./28.07.2018

Am vergangenen (heißen) Wochenende ging es nach Eisenach (Thüringen) um direkt vor den Toren des Opelwerkes den 4. Lauf "Rallye Wartburg" in Angriff zu nehmen. Donnerstagabend stand der Showstart mitten in der Altstadt von Eisenach vor zahlreichen Zuschauern an.

 

Der Rahmen direkt unter der Wartburg sowie die

Organisation des Veranstalters waren perfekt, die meisten Starter klagten jedoch über die auch m. E. viel zu schnellen Prüfungen. Man sollte sich

als Veranstalter Gedanken darüber machen, welche Gefahren bei solch einer Tempobolzerei auf breiten Landstraßen verbunden sind - selbst die ADAM´s waren teilweise im 5.Gang am Drehzahlbegrenzer - selektivere Prüfungen wären für einen DM-Lauf würdiger und angebracht. Im Unterschied zu einer Rennstrecke haben die Teilnehmer nämlich keine Auslaufzonen ... Wie gesagt ist meine Meinung und hat mit einer anspruchsvollen Rallye nicht viel zu tun.

Vorwegnehmend haben sich Tim und Chioma sinnigerweise ein wenig zurückgehalten und sind wohlbehalten ins Ziel gekommen. Sie belegten zwar nur den 12. Platz, es gab jedoch wieder Punkte für die Meisterschaft. Nach 4 Läufen belegen sie im Gesamtklassement den 11. Platz von 22 gemeldeten Cup-Startern - ein Ergebnis dass sich bei der diesjährigen, überwiegend starken ausländischen Konkurrenz durchaus sehen lassen kann.

 

Wichtig war auch, dass der ADAM heil ins Ziel gekommen ist, da bereits in 14 Tagen der Weltmeisterschafts-Lauf die Rallye Deutschland ansteht, das absolute Highlight in der Rallyesaison 2018. Bei den von Donnerstagabend bis Sonntagmittag zu fahrenden Wertungsprüfungen sind insgesamt 360 km (!!) zu absolvieren, was fast 3 DRM-Läufen entspricht und dass an einem Wochenende!! Daumen drücken nicht vergessen und schön wäre es wenn wir den Einen oder Anderen im Servicepark am Bostalsee oder an den Strecken antreffen würden.

 

02.08.2018 - Text: Rainer Wacker / Foto: Sascha Dörrenbächer

Bericht Rallye Stemweder Berg

Vom 15.-16.06.2018 machte das Team rund um Tim Wacker Halt im 470 Kilometer entfernten Lübbecke. Dort fand die 48. Ausgabe der ADAC Rallye Stemweder Berg statt. Der Teamchef Rainer Wacker war bei dieser Rallye abwesend und verfolgte das Geschehen aus dem Urlaub. Hierbei wurde er erfolgreich durch Moira Monix vertreten, die alles Organisatorische bei dieser Veranstaltung in die Hand genommen hat.

 

Tim und Chioma starteten die erste Schleife der Rallye mit vier Wertungsprüfungen am frühen Abend. Es waren gleich zwei anspruchsvolle Wp’s, die je zweimal befahren wurden. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch und die Beiden konnten sich trotz Risikobereitschaft und gutem Speed nicht unter den ersten Zehn des Opel Adam Cups behaupten. Man fand sich am Ende des Tages auf Platz 13 mit 1,9 Sekunden Rückstand auf den 12. Platz wieder. Man hatte sich vorgenommen den Samstag nochmals anzugasen, um die drei Plätze zu den zehn Besten aufzuschließen.

Das gelang den Beiden auch ganz vernünftig. Am nächsten Morgen konnten Tim und Chioma in der Morgenschleife zwei Plätze gut machen, was einen 11. Platz zur Mittagspause bedeutete. Nach der Pause ging es weiter mit den letzten sechs Wertungsprüfungen für diese Rallye. Die Streckencharakteristik der letzten Prüfung “Lutternsche Egge“ sagte Tim leider nicht so zu, was einen zusätzlichen Zeitverlust auf dieser Prüfung bedeutete und eine erfolgreiche Aufholjagd verwehrte. Trotz aller Steine die man auf dem Weg ins Ziel bewältigen musste, haben die Beiden es geschafft, mit einer konstanten und fehlerfreien Fahrt den 11. Platz zu verteidigen und das Ziel der Top 10 nur um einen Platz verfehlt.

Nun freuen wir uns schon alle auf die bevorstehende Rallye Wartburg, die nach einer zweijährigen Pause endlich wieder Teil des Opel Cups ist. Der Showstart auf dem Marktplatz in Eisenach ist immer ein unvergessliches Erlebnis mit vielen Zuschauern. Diese Veranstaltung gilt es fehlerfrei und ohne Zwischenfälle zu bewältigen, da schon zwei Wochen später bereits das Saisonhighlight mit der Rallye Deutschland vor der Tür steht.

 

16.07.2018 - Text: Wacker / Foto: Sascha Dörrenbächer

Bericht über die Rallye Sachsen vom 25./26.05.2018

Mitten in der schönen Altstadt von Zwickau schlugen wir unsere Servicezelte im Opel-Adam-Cup auf - Dreh- und Angelpunkt der Rallye Sachsen (2. Lauf OAC). Viele Besucher nutzten die Gelegenheit nach ihrem Einkaufsbummel bei uns im Servicezentrum vorbei zu schauen.

 

Zum sportlichen Teil ist anzumerken, dass Tim diese Rallye noch nicht kannte, da er im Vorjahr unfallbedingt die Rallye auslassen musste. Da bekanntlich gute Streckenkenntnisse für eine vordere Platzierung von Vorteil sind, standen die Vorzeichen nicht so gut. Dies zumal die "Sachsen" eine sehr schnelle Rallye ist, wo der 5. Gang sehr oft strapaziert wird - und das liegt Tim mangels Erfahrung gar nicht.

 

Freitagabend standen 2 Prüfungen auf dem Programm die jeweils zweimal zu absolvieren waren u. a. der beliebte Stadtrundkurs "Glück-Auf-Brücke" vor zahlreichen Zuschauern. Tim und Chioma bewegten sich im ersten Durchgang auf dem 12.Platz von 19 gestarteten Teams. Beim zweiten Durchgang konnten sie die zehnbeste, im Stadtrundkurs sogar eine neunte Zeit fahren - es keimte eine leichte Hoffnung auf eine gute Platzierung auf.

Samstags verloren Tim und Chioma jedoch im ersten Durchgang zu viel Zeit, die sie auch durch Zeitverbesserungen von über 10 Sekunden im zweiten Durchgang nicht mehr aufholen konnten - so eng geht es halt im Cup zu. Letztendlich lief man als 13. im Ziel in Zwickau ein, worüber die Beiden etwas enttäuscht waren. Positiv kann man jedoch festhalten: 8 Punkte für die Meisterschaft und kein Kratzer am ADAM (gut für die Rallyekasse!).

 

Gesamtsieger der Rallye im OAC wurden das schwedische Team Lundberg/Arhusiander, die auch jetzt den Cup anführen. Die bis zur vorletzten Prüfung führenden Esten Volver/Madissoo (Sieger des 1. Laufes im Saarland) überschlugen sich mehrfach mit ihrem Adam und hinterließen "Kernschrott". Dank der Sicherheitszelle konnten die Beiden erfreulicherweise unverletzt aus dem Auto steigen.

 

Die nächste Rallye (3.Lauf) findet in 14 Tagen bei der Rallye Stemweder Berg in Nordrhein-Westfalen statt.

 

30.05.2018 - Text: Rainer Wacker / Fotos: Sascha Dörrenbächer

Bericht über die ADAC Saarland-Pfalz-Rallye vom 02./03.03.2018

"Schneechaos im Saarland" - diese Zeitungsschlagzeile umschreibt die Zustände auf den einzelnen Wertungsprüfungen (WP) rund um St. Wendel eigentlich ganz gut, nur dass noch "Blitzeis" hinzukam - keine leichte Rallye also. Respekt vor jedem Teilnehmer der die Rallye trotz des angekündigten Wetters unter die Räder nahm (71 insges.). Insgesamt 17 Adam-Cup-Teams waren gemeldet und gingen auch an den Start.

 

Gleich in den ersten beiden Prüfungen waren etliche Ausrutscher auf den vereisten Strecken zu verzeichnen und unsere Beiden blieben leider davon auch nicht verschont. Mindestens 3 Minuten verloren Tim/Chioma durch Abflüge und dem Versuch wieder auf die Strecke zu kommen - eine vordere Platzierung zu erreichen war somit unter normalen Umständen schon verspielt (Zwischenstand: 14. Platz). Wie unterschiedlich die Verhältnisse auf den Prüfungen waren, beweist die Tatsache dass auf der WP 3´(Stadtrundkurs St. Wendel) unter den ersten 10 im Gesamt durch die minütlich verbesserte Strecke alleine 6 Cup-Adams auftauchen - Tim und Chioma fuhren in diesem Kurs auf den 5. Platz im Cup und von 68 Startern auf einen 8. Platz (!). Die beiden letzten Freitagsprüfungen wurden wegen der noch schlechteren Wetterverhältnisse sicherheitsbedingt abgesagt.

Und samstags sollte es gerade so weiter gehen: Die erste Prüfung "Bosenberg" war anfangs noch recht rutschig und wurde von den vorderen Startern immer trockener gefahren, so dass die ADAM-Fahrer die Gunst der Stunde nutzten und fast hätte ein Cup-Fahrer es sogar geschafft die Gesamt-Bestzeit zu fahren - verrückte Rallye-Welt - Tim und Chioma fuhren auf dieser WP auf den 7. Platz im Cup. WP 7 "Windpark" mit 26,2 km die längste Prüfung der Rallye, wurde nach einem Unfall abgebrochen (Gott sei Dank nichts schlimmes passiert) - somit bestand auch keine Möglichkeit mehr tagsüber Zeit gut zu machen, zumal sie den ganzen Tag über immer wieder auf den 1 Minute vor ihnen gestarteten BMW auf der Strecke aufliefen und nur mit Zeitverlust an ihm vorbei fahren konnten.

 

Letztendlich sind wir alle froh dass Tim und Chioma heil ins Ziel gekommen sind und es sogar fast noch geschafft hätten unter die Top 10 zu kommen - ein 11. Platz und 10 Punkte für die Meisterschaft sind unter diesen Umständen ein gutes Ergebnis. Der nächste Lauf findet erst wieder Ende Mai bei der Rallye Sachsen (Zwickau) statt - bis dahin sind noch Einsätze als Vorwagen geplant u. a. bei der Rallye Westerwald (Altenkirchen) am 07.04.2018.

 

06.03.2018 - Text: Rainer Wacker / Fotos: Sascha Dörrenbächer